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Unfallopfer saß allein im Auto

Niederwald Unfallopfer saß allein im Auto

Einsatzkräfte der DLRG suchten am späten Dienstagabend ein Gewässer des Kieswerks Herrmann nach einem möglichen weiteren Unfallopfer ab.

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DLRG-Wasserretter suchten am Dienstagabend im Gewässer am Kieswerk nach einem möglichen weiteren Opfer.

Quelle: Florian Gaertner

Niederwald. Warum der tödlich verunglückte 32-jährige Kirchhainer am Dienstagabend die Kontrolle über seinen Wagen verlor (die OP berichtete), muss ein Sachverständiger klären.Wie die Polizei mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft das Autowrack beschlagnahmt und eine Blutprobe angeordnet. Gegen 20.45 Uhr fuhr der Mann nach ersten Ermittlungen wohl mit überhöhter Geschwindigkeit von Niederwald Richtung Kirchhain. In einer Rechtskurve muss er die Kontrolle über seinen Wagen verloren haben. Der VW Golf durchbrach einen Zaun, überschlug sich mehrfach und prallte mit dem Dach auf ein Betonelement.

Das Betonteil auf dem Kieswerksgelände ist ein Wasserdurchlass unter der Kreisstraße. Als die ersten Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, war der 32-Jährige nach Angaben von Polizei und Feuerwehr bereits verstorben. Feuerwehrleute aus Kirchhain, Niederwald und später auch aus Stausebach mussten zunächst das Fahrzeugwrack gegen ein Abrutschen sichern, bevor sie die Leiche des Verunglückten bergen konnten. Mit Unterstützung eines Kranes der Feuerwehr Marburg ließ sich das Autowrack wieder auf sicheren Boden hieven.

Unfall auf der K32 von Niederwald in Richtung Kirchhain am Abend des 27.05.2014.

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Da vermutet werden musste, dass sich ein weiterer Insasse im Wagen befunden hatte, startete die Feuerwehr eine großangelegte Suchaktion. Dafür wurde die Wasserrettung der DLRG aus Neustadt, Marburg, Kirchhain und Stadtallendorf hinzugezogen. Die DLRG-Experten gingen den flachen Tümpel, in dem Rohre verlaufen, entsprechend gesichert ab. Gegen 23.15 Uhr war klar, dass sich der 32-Jährige alleine im Fahrzeug befunden hatte. „Unser weiteres Problem war das ausgetretene Benzin und Öl, das ins Wasser gelangt ist“, erläuterte Kreisbrandmeister Stephan Schienbein an der Unfallstelle. Feuerwehrleute verlegten Ölsperren, um zu verhindern, dass das angrenzende größere Gewässer verschmutzt wird. Außerdem kamen Bindemittel zum Einsatz. Am Mittwoch untersuchte die untere Wasserbehörde die Gewässer. Glücklicherweise seien die Ergebnisse nicht so dramatisch wie zu befürchten war, hieß es seitens der Kreisverwaltung. Durch das schnelle Handeln der Feuerwehren hätten Umweltschäden verhindert werden können.

von Michael Rinde

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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