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Und wieder soll‘s ein Mardorfer machen

Jugendraum-Posse Und wieder soll‘s ein Mardorfer machen

Der Versuch, die Burschenschaft den Jugendraum Mardorf betreuen zu lassen, ist gescheitert. Die Einrichtung ist geschlossen, dennoch hakte der Ortsbeirat den Tagesordnungspunkt nach nur wenigen Minuten ab.

Mardorf. Mardorf. Ortsvorsteher Heinrich Benner (CDU) oblag es, von einem Gespräch mit Michael Richter-Plettenberg zu berichten. Der Bürgermeister konnte an der Sitzung des Gremiums nicht teilnehmen, was die Mardorfer mit leiser Kritik quittierten: Sie hätten gerne einige Fragen, die an dem Abend auftraten, intensiver beantwortet bekommen. Der Jugendraum sei ja nun geschlossen, stellte Benner mit Blick auf das vollzählig erschienene Gremium mit den Mitgliedern Kathrin Rhiel (FWG), Hildegard Kräling (SPD), Ewald Schick (FWG) und Jochen Splettstößer (CDU) fest. Laut Richter-Plettenberg sei Manuel Schick dabei, gemeinsam mit einem weiteren Unterstützer ein neues Konzept für den Jugendraum auszuarbeiten.

Schick kommt aus Mardorf und hatte sich in der Vergangenheit im Jugendbeirat Amöneburg für die Belange der Jugendlichen stark gemacht.

„Ich bin nicht ganz überzeugt, ob das auf Dauer etwas wird“, gab Kräling zu bedenken und begründete ihre Annahme mit „fehlender Fachlichkeit“.

Insgesamt wollten sich die Ortsbeiratsmitglieder dem Ansatz aber grundsätzlich nicht verwehren, um Schick „nicht vor den Kopf zu stoßen“. Allerdings sprachen sie sich dafür aus, einen zeitlichen Rahmen abzusprechen.

Abermals war es in dem Jugendraum zu Randale gekommen, und die Burschen- und Mädchenschaft „Mardorfer Esel“ hatte sich während ihrer Jahreshauptversammlung dagegen entschieden, die Nutzungsvereinbarung mit der Stadt zu verlängern.

„Dass der Raum nur zum Trinken und Feiern genutzt wird und dort keine Jugendarbeit gemacht wird, das kann so nicht sein und ist nicht der Sinn eines Jugendraums“, erklärte Benner am Rand der Veranstaltung. Während der Dorferneuerung sei der Raum durch viel Einsatz und Eigenleistungen von Bürgern entstanden. Für diejenigen, die sich engagiert hätten, sei das Handeln der Jugendlichen nur schwer nachvollziehbar.

Josef Lemmer, der der Sitzung des Ortsbeirats als Zuhörer beiwohnte, ging im Gespräch mit dieser Zeitung noch einen Schritt weiter: „Die Jugendlichen haben den Raum, der mit so viel Arbeitskraft entstanden ist, nicht verdient.“ Es sei ja nicht das erste Mal, dass etwas passierte. Zudem beschwerten sich viele Landwirte über die herumliegenden Flaschen, klagte er. Als Lösung bevorzugt er einen Bauwagen, der außerhalb des Orts aufgestellt werden könnte.

- Die Ortsbeiratsmitglieder legten zudem einen neuen Straßennamen fest. Ab der Kreuzung Ledergasse Ausfahrt Homberger Straße in Richtung Roßdorf soll die bisher unbenannte Straße nun Roßdorfer Straße heißen.

- In ihrer Funktion als Seniorenbeiratsvorsitzende regte Hildegard Kräling an, dass in Zukunft verstärkt auf Autos geachtet werden soll, die in unerlaubter Weise auf Gehwegen parken.

- Weiter informierte Benner die Anwesenden über das Neubaugebiet II und die zehn geplanten Bauplätze, die dort entstehen könnten - und für die bereits sieben Bauwillige aus Mardorf ihr Interesse bekundet hätten.

von Karin Waldhüter

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