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Umleitung bleibt für weitere zwei Jahre

Ortsdurchfahrt Umleitung bleibt für weitere zwei Jahre

Die Ortsdurchfahrt der B 454 in Neustadt wird derzeit grundhaft erneuert. Nach rund zehn Monaten Bauzeit ist der erste Bauabschnitt zwischen Marktstraße und Nellenburgstraße endlich abgeschlossen.

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Bürgermeister Thomas Groll (von links), Bauamtsleiter Thomas Dickhaut sowie Bernd Marquord und Sonja Lecher vom Hessen Mobil machen sich dort, wo der neue Fußgängerüberweg geplant ist, ein Bild von der Baustelle.

Quelle: Alfons Wieber

Neustadt. Die Arbeiten am zweiten Abschnitt bis zur Einmündung Querallee haben vor wenigen Tagen begonnen. Seit September vergangenen Jahres wurden im ersten Teilbereich die Wasserleitung erneuert, der Kanal zum Teil im Inlinerverfahren saniert, die Gehwege neu angelegt und die gesamte Fahrbahn neu aufgebaut. Um spätere Schäden auszuschließen, wurden Ober- und Unterbau deutlich erweitert.

An der Dauer der Bauarbeiten gab es wiederholt Kritik. Schließlich sollte der erste Bauabschnitt bereits im November 2014 abgeschlossen sein. „Wir haben Pech gehabt“, erklärte Bernd Marquord von Hessen Mobil aus Marburg. Der Kanal habe deutlich zu hoch gelegen, sodass die Bauarbeiten, um Beschädigungen an dem bestehenden Ver- und Entsorgungssystem zu vermeiden, nur mit Minibaggern und Kleingerät erfolgen konnte. Um ein Absacken oder Verschieben des Kanals zu verhindern, musste dieser außerdem mit Beton abgesichert werden. Sogar in der Frostschutzschicht direkt unter dem Fahrbahnbelag seien die Bauleute auf Leitungen gestoßen.

„Das gesamte Leitungssystem war sehr verworren und so bei den Planungen leider nicht bekannt“, erklärte auch Bürgermeister Thomas Groll die Verzögerungen.

Alte Schule verträgt keine Erschütterungen

Die Kommune ist bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Hessen Mobil und den Zweckverbänden Mittelhessische Wasser- bzw. Abwasserwerke nur für die Nebenanlagen verantwortlich „Man konnte viele Faktoren im Vorfeld einfach nicht erkennen und deshalb auch nicht beeinflussen“, betonte auch Thomas Dickhaut, Bauamtsleiter von Neustadt. Um große Erschütterungen zu vermeiden konnte im Umfeld der alten evangelischen Schule, die erhebliche Bauschäden aufweist, nur mit Kleingeräten verdichtet werden. Der bisher an der Einmündung Alsfelder Straße befindliche Fußgängerüberweg wurde entfernt. Dafür ist ein neuer „Zebrastreifen“ unmittelbar neben der Einmündung Nellenburgstraße auf Höhe des Lebensmittelmarktes vorgesehen. Mittlerweile ist dort, wie auch im übrigen Bereich des zweiten Bauabschnittes, begonnen worden, die alte Fahrbahndecke zu entfernen und die Versorgungsleitungen freizulegen. Auch diese werden - ebenso wie im ersten Abschnitt - saniert oder erneuert. Als Termin für die Fertigstellung nannte Bernd Marquord das Frühjahr 2016. „Die lange Bauzeit orientiert sich dabei an den Gegebenheiten vor Ort, die sicher nicht anders sein werden als im ersten Bauabschnitt“, so Marquord.

2017 geht es an die Bahnhofstraße

Die Hindenburgstraße bleibt deshalb auch für den zweiten Bauabschnitt voll gesperrt. Die von Hessen Mobil dazu festgelegten und ausgeschilderten bisherigen Umleitungsstrecken bleiben bestehen. In Abhängigkeit vom Baufortschritt in der Hindenburgstraße soll dann die Ortsdurchfahrt entlang der Querallee saniert werden. Dort ist allerdings lediglich die Erneuerung der Asphaltschicht geplant.

Als letztes Bauvorhaben wird voraussichtlich ab 2017 die Bahnhofstraße erneuert. Die Verkehrsteilnehmer und Anlieger müssen sich also für mindestens noch weitere zwei Jahre auf erhebliche Behinderungen in der Neustädter Ortsdurchfahrt einstellen.

von Alfons Wieber

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