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Umbau des Hallenbades verzögert sich weiter

Stadtverordnetenversammlung Umbau des Hallenbades verzögert sich weiter

Bei der Sanierung des Hallenbades bereitet eine Stahlbau-Firma der Stadt Kummer. Nach einem klärenden Gespräch ist Bürgermeister Christian Somogyi nun jedoch etwas zuversichtlicher.

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Die Sanierung des Stadtallendorfer Hallenbades dauert länger, als geplant. Laut Bürgermeister ist eine Stahlbau-Firma Schuld am weiteren Zeitverlust.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. "Wir haben jetzt schon drei bis vier Wochen Verzögerung“, sagte Christian Somogyi am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung - und ließ dabei ganz locker ein halbes Jahr unter den Tisch fallen, die die ­Sanierung des Hallenbades ­(Foto: Lerch­bacher) schon jetzt länger dauert: Eigentlich wollte die Stadt die Einrichtung im Januar 2016 wiedereröffnen, inzwischen geht sie von einem Termin im Herbst aus.

Wahrscheinlich bezog sich der Bürgermeister auf die Stahlbauarbeiten, denen er sich in seiner Mitteilung widmete. Diese hätten eigentlich am 10. August beginnen sollen: „Das war die Zusage der Stahlbau-Firma. Allerdings wurde der Termin mehrmals verschoben“, ärgerte sich Somogyi und betonte: „Wir haben deutlich gemacht, dass auch andere von dem Gewerk abhängig sind. Parallel zu den Stahlarbeiten sollten schließlich die Glasarbeiten stattfinden.“

Und diese sind von immenser Bedeutung für den Fortschritt des Projektes: „Kriegen wir das Hallenbad bis Winter nicht zu, können wir mit den Fliesenarbeiten nicht anfangen und müssen warten, bis der Winter zu Ende ist und man weitermachen kann. Dann sind wir bei drei bis vier Monaten Verzögerung“, erklärte Somogyi.

Die Stadt habe entsprechend die Stahlbau-Firma immer wieder angesprochen und sogar mit dem Anwalt gedroht. Zunächst brachte das allem Anschein nach nichts: Die Stahlbauer haben mehrere Termine verstreichen lassen beziehungsweise der Stadt kurz zuvor Absagen erteilt - während die Glasbaufirma quasi schon in den Startlöchern stand. Doch nun ist der Rathauschef zuversichtlich - auch wenn das in seinen Worten nicht immer durchklang. Am 14. Oktober solle der Stahlbau endlich beginnen und bis zum 13. November dauern. „Sollte die Firma zu ihren Zusagen nicht stehen, haben wir mittlere bis größere Verzögerungen. Das Problem sind die Ausschreibungsverpflichtungen im öffentlichen Dienst - in der freien Wirtschaft hätten wir einfach schon eine andere Firma beauftragt.

Stadtverordnete heißen Flüchtlinge willkommen

Gemeinsam hatten die Stadtverordneten aller Fraktionen einen Dringlichkeitsantrag mit dem Titel „Willkommen in Stadtallendorf“ für ihre Versammlung entworfen. „Wir sind Erstaufnahmeeinrichtung“, lauteten die ersten Worte der Begründung von Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub, die hinzufügte: „Wir als Stadtverordnete und hoffentlich auch die Bürger heißen die Flüchtlinge willkommen. Wir stehen vor einer großen Herausforderung und benötigen viele ehrenamtliche Helfer. Bisher hat das gut geklappt.“ Mit vereinten Kräften sei es möglich, den Flüchtlingszustrom zu bewältigen. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass Stadtallendorf seine „Willkommenskultur“ aufrechterhalte.

In dem gemeinsamen Antrag bekennt sich die Stadtverordnetenversammlung zum verbrieften Recht auf Asyl, das nicht zahlenmäßig ist. Die Mitglieder loben alle Menschen, die den Flüchtlingen ehrenamtlich helfen und bitten die Menschen aus Stadtallendorf und der Umgebung, sich den Menschen in der Notunterkunft „mit offenem Herzen“ zuzuwenden.

Die Stadtallendorfer fordern von Kreis, Land und Bund, die Notunterkunft „nicht schlechter zu behandeln“, als andere Erstaufnahmeeinrichtungen. Gleichzeitig sagt die Stadt zu, „vollste Flexibilität in der Bereitstellung von Gebäuden und Helfern zu zeigen“. „Stadt und Vereine schränken sich ein und unterstützen diese außergewöhnliche Hilfeleistung in vollem Umfang“, heißt es weiter, ehe es zur Forderung an Land und Bund kommt, „angefallene Aufwendungen“ der Kommune zu erstatten. „Aber im Vordergrund steht, dass den Menschen, die in unsere Stadt kommen, geholfen wird“, relativierte Schaub den letzten Satz des Antrages.

Feuerwehrhaus Hatzbach -der Neubau verzögert sich

Ein weiteres Thema der Sitzung war der Baubeginn des Feuerwehrgerätehauses Hatzbach. Eigentlich sei der Herbst 2015 als Termin vorgesehen gewesen, sagte Klaus Ryborsch (CDU) und ließ sich von Bürgermeister Somogyi bestätigen, dass es auch an diesem Punkt zu einer Verzögerung komme. Wahrscheinlich werde es im März oder April 2016 mit den Bauarbeiten losgehen, kündigte das Stadtoberhaupt an und widmete sich ­einer Frage des Christdemokraten: Es sei davon auszugehen, dass es dadurch nicht zu einer Steigerung der Projektkosten kommen werde. Dennoch wird es teurer: „Die erforderlichen Änderungen in der Planung und Antragsstellung bedingen jedoch eine Erhöhung der Honorarkosten für die Planer“, erklärte er. Um was für einen Betrag es sich handele, konnte Somogyi spontan nicht beantworten.

von Florian Lerchbacher

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