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Über die Kunst zur Kommunikation

Ausstellung im Rathaus Über die Kunst zur Kommunikation

Wer dieser Tage das Rathaus besucht, sollte sich etwas mehr Zeit nehmen und einen Blick auf die ausgestellten Werke der beiden KünstlerinnenAnja Schüler und Ilse Peil werfen.

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Anja Schüler hat diese beiden Plexiglasfiguren „Head“ und „Hippie“ genannt. Neben Plexiglas-Arbeiten zeigt sie auch Malerei. Fotos (2): Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Auch für diejenigen, die keinen direkten Weg ins Rathaus haben, lohnt sich ein Besuch der Ausstellung mit dem Titel „Lebenslinien“ der Marburger Künstlerin Anja Schüler und „Augen-Blicke am Kap“ von Ilse Peil aus Moischt allemal. Zu sehen sind die Werke im Eingangsbereich des Rathauses bis zum 23. Oktober.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr verwandelte sich das Rathaus in eine farbenfrohe Kunstgalerie, und knapp 100 Besucher nutzten während der Vernissage die Möglichkeit zum Gespräch mit den Künstlerinnen. Im Frühjahr waren an gleicher Stelle Gemälde des ehemaligen Gladenbacher Bürgermeisters Klaus Bartnik zu sehen.

„Kunst ist ein wichtiges Thema und nicht mit Geld aufzuwiegen“, erklärte Bürgermeister Christian Somogyi. Ziel der Ausstellung sei es, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringe, um „Kunst, Politik und Menschen in Stadtallendorf miteinander zu verbinden“.

Der Vorsitzende des Stadtallendorfer Kulturkreises, Michael Feldpausch, gehört zu den Mitinitiatoren der Ausstellungsreihe, die Mitte der 1980er Jahre ihren Anfang nahm. „Kunst ist Musik für die Augen“, stellte Feldpausch fest. Musik für Ohren gab‘s natürlich auch. Die Sing- und Musikschule stellte sich mit ihrem Leiter Philipp Schütz mit dem Lied „I see fire“ und den schönen Stimmen von Alena Weitzel und Marie Biletic vor.

Ein Gedankenflugin andere Länder

Ilse Peil hat mit ihren Werken südafrikanische Impressionen eingefangen, die der gelernten Einzelhandelskauffrau nach einer Urlaubsreise „nicht mehr aus dem Kopf gingen“. „Kunst ist für mich etwas Schönes, ganz Besonderes und ich kann mit meinen Gedanken in andere Länder fliegen und meine Stimmung aufhellen“, erzählte Peil, deren Arbeiten zuletzt beim Ostermarkt in Moischt für ein großes Publikum zu sehen waren.

„Lebenslinien - Lebenskunst mitten aus dem Leben“ ist der Titel der Präsentationen von Anja Schüler. In den 80er Jahren ging die Marburgerin nach Berlin und arbeitete dort von 1987 bis 2000 als freie Künstlerin. Nach ihrer Rückkehr nach Marburg absolvierte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Heute arbeitet sie für den St.-Elisabeth-Verein Marburg. Im Mittelpunkt ihrer Ausstellung stehen Plexiglasarbeiten. Aber auch Bilder wie die „Schlangenfrau“ stießen beim Publikum auf großes Interesse. „Ich träume von den Sachen und probiere sie dann aus“, erzählt Schüler, die sich selbst in Plexiglas festgehalten hat. „Hippie“ hat sie die Figur genannt, in der sie sich selbst wiederfindet, erzählt sie und lacht.

Einen tieferen Blick auf die Werke der beiden Künstlerinnen warf Manfred Günther in seiner Laudatio. Er ist beim St.- Elisabeth-Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Die Vernissage untermalten Karina Borderding und Gitarrenlehrerin Zita Kovacs mit klangvollen Melodien.

n Die Ausstellung ist montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 19 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr im Foyer des Stadtallendorfer Rathauses zu sehen.

von Karin Waldhüter

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