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Typisch - und doch etwas Besonderes

Markt Typisch - und doch etwas Besonderes

Der Kirchhainer Weihnachtsmarkt war auch bei der achten Auflage ein Renner - und das trotz oder gerade wegen des gleichzeitig stattfindenden Adventsmarkts Großseelheim und des Kirchhainer Kunstmarkts.

Der Weihnachtsmarkt versprüht vor der Kulisse des Rathauses einen besonderen Charme.

Kirchhain. Der Kirchhainer Weihnachtsmarkt ist ein besonderer: Einerseits prägen ihn die für eine Veranstaltung in der Vorweihnachtszeit typischen Holzbuden, andererseits ist ein kleiner Krammarkt ein wesentlicher Bestandteil - was eben typisch für Kirchhainer Märkte ist. Hinzu kommen ein abwechslungsreiches Programm auf der Showbühne sowie etliche Standbetreiber wie Kirchengemeinden oder politische Parteien, die sich nicht für die eigene Kasse, sondern den guten Zweck engagieren: beispielsweise für Kirchhainer Kindertagesstätten, ein Kinderhilfszentrum in Liberia oder das St.-Elisabeth-Hospiz in Marburg.

Für einen wohltätigen Zweck setzten sich auch die Mädchen und Jungen der SchuB-Klasse der Alfred-Wegener-Schule ein. In die SchuB-Klasse gehen Jugendliche der Jahrgangsstufen 8 und 9, die unter dem Motto „Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb“ an drei Tagen die Schule besuchen und an zwei Tagen in der Woche als Praktikanten in einen Betrieb tätig sind. Das bedeutet praxisorientierte Unterrichtsinhalte und professionelle Vorbereitung auf Ausbildungsplätze. „Es ist eine Klasse, die viel Unterstützung bekommt und auch gerne unterstützen möchte. Sie möchte Kindern und Jugendlichen helfen, denen es nicht so gut geht“, betonte Klassenlehrerin Irmela Beuermann im Gespräch mit dieser Zeitung. Entsprechend wollen die Schüler ihren Gewinn der Heilpädagogischen Gemeinschaft Kirchhain spenden, in der Kinder und Jugendliche mit teilweise mehrfacher Behinderung leben.

"Bester Samstag, seit es den Markt gibt"

„Wir haben aus kleinen Holzästchen Tiere gebastelt“, berichtete Tatjana Ritter über die Verkaufswaren der SchuB-Klasse. „Der Lehrer hat die Steine besorgt, und wir haben sie beschriftet oder etwas darauf geklebt in Serviettentechnik“, ergänzte ihre Mitverkäuferin Kira Schalk.

Hinzu kamen viele andere Stücke, die sie gebastelt hatten. Des Weiteren waren die Schüler mit Sammelbüchsen auf dem Marktplatz unterwegs. Schon am Samstagnachmittag waren rund 200 Euro zusammengekommen. „Wir bringen das Geld in die Heilpädagogische Gemeinschaft, damit die Kinder und Jugendlichen etwas bekommen, was sonst nicht möglich ist“, freute sich die Klassenlehrerin.

Der Kirchhainer Weihnachtsmarkt fand sowohl am Samstag als auch am Sonntag statt. An beiden Tagen gab es ein Showprogramm mit heimischen Gruppen und Gesang, Musik oder Zauberei. Den Reigen eröffneten die Kinder des Kindergartens „Auf der Röthe“. Und Kinder waren es auch, die am Sonntag mit einem Lampion­umzug das Programm beendeten. Besonderen Grund zur Freude hatte Marktmeister Jürgen Rößler schon am Samstagnachmittag, als er sich mit der Besucherzahl der achten Auflage sehr zufrieden zeigte: „Der Samstag ist sonst eher schlechter, heute ist der beste Samstag, seit es den Markt gibt.“

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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