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Tropische Nacht zieht Hunderte an

Nachtschwimmen in Stadtallendorf Tropische Nacht zieht Hunderte an

Einen Urlaub in der Karibik kann sich nicht jeder leisten: Beim Nachtschwimmen im Freibad kamen Atmosphäre und Temperaturen ziemlich nah an das vom Passat und der Sonne verwöhnte Vorbild heran.

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Bei 30 Grad Lufttemperatur während des Nachtschwimmens bot der Sprung ins 24 Grad warme Wasser eine spritzige Abkühlung.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Für die stimmungsvolle Illumination sorgten Fackeln, Lichterketten, Beckenbeleuchtung und Lagerfeuer. Dröhnenden Bässe gaben dem Rhythmus vor und Großspielgeräte im Becken luden zum Toben und Spaß haben ein. So wurde das Nachtschwimmen zum Ausklang des bis dahin heißesten Tag des Jahres am Freitagabend zu einer großen Schwimmparty.

Zu dieser hatten die Stadtwerke eingeladen, die tagsüber bereits 2000 Badegäste zählten. Am Vortag waren es 1600 Besucher gewesen.

Zum Nachtschwimmen kamen gegen 21 Uhr noch hunderte Besucher ins Bad. Bei 30 Grad Außentemperatur und 24 Grad Wassertemperatur strömten auch am späten Abend noch neue Besucher ins Freibad, vor dessen Eingang sich eine lange Schlange bildete.

Die besonderen Umstände beim Nachtschwimmen stellten an das Freibadteam besondere Anforderungen. So waren an diesem Abend neben den beiden Schwimmmeistern Horst Kraft und Renate Hanke und den Fachangestellten für den Bäderbetrieb, Timo Thamer, und Nico Siebert, auch einige Helfer der DLRG Stadtallendorf vor Ort, um die Sicherheit der Schwimmer zu gewährleisten.

Viel Freude über das gute Wetter

„Endlich ist das Wetter top“, freute sich Schwimmmeister Horst Kraft. Nach dem schlechten Sommer hatte man sich relativ kurzfristig entschieden, das erste Nachtschwimmen in diesem Jahr zu organisieren. In die Vorbereitungen, die von der Aufstellung der Dienstpläne über die Beleuchtung, die Öffentlichkeitsarbeit bis zur Beschaffung des Brennholzes für das Lagerfeuer reichten, seien auch die gastronomischen Betriebe auf dem Gelände mit eingebunden worden.

Das Nachtschwimmen werde seit jeher gut angenommen, erzählte Horst Kraft. Selbst einige der Frühschwimmer, die bei jedem Wetter das Bad besuchen, seien am Freitagabend ein zweites Mal ins Bad gekommen. Besonders freute sich der Schwimmmeister über die Tatsache, dass es während der Veranstaltung keinerlei Zwischenfälle gegeben habe.

Mit einsetzender Dunkelheit leuchteten dann auch die Sterne vom Himmel, die Beckenbeleuchtung spiegelt sich im Wasser und flackerndes Fackellicht beleuchtet den Weg zum Freibad. Bis Mitternacht hatten die Badbesucher an diesem Abend die Möglichkeit, diese besondere Atmosphäre zu genießen. Danach stand noch bis etwa ein Uhr in der Nacht das Reinemachen an. „Morgen früh um neun Uhr muss wieder alles top sein, als wäre nie jemand hier gewesen“, sagt Kassiererin Astrid Cellack und lacht dabei.

von Karin Waldhüter

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