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Tribut an alte Baufehler und Vorschriften

Bürgerhaus Schweinsberg Tribut an alte Baufehler und Vorschriften

Die Elektroinstallation des Schweinsberger Bürgerhauses hat Sicherheitsmängel. Um sie zu beheben und Probleme beim Brandschutz zu beseitigen, müssen etwa 300000 Euro investiert werden.

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Schweinsbergs Bürgerhaus wurde 1976 eingeweiht und später erweitert. Foto: Michael Rinde

Schweinsberg. Voraussichtlich ab dem 1. Juli bleibt das Schweinsberger Bürgerhaus für ein halbes Jahr geschlossen. Dann verwandelt sich das Innere des Gebäudes in eine Großbaustelle, wie es Sigrid Waldheim gegenüber der OP gestern beschrieb. Waldheim ist Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Dienstleistungen und Immobilien (DuI). Zu ihm gehört das Bürgerhaus Schweinsberg.

Am Mittwochabend, bei einer Sitzung des Ortsbeirats Schweinsberg, hatte Waldheim die Planungen vorgestellt. Beinahe die komplette Elektroinstallation im Gebäude muss erneuert werden. Das betrifft Leitungen, Verteilerkästen, Beleuchtung wie auch Steckdosen. Die Elektroinstallation entspricht nicht mehr aktuellen Vorschriften. „Aber es gibt auch Dinge, die bereits beim Einbau offenbar nicht richtig gemacht worden sind“, sagt Waldheim. Dies hätten Überprüfungen ergeben, unter anderem eine der zuständigen TÜV-Abteilungen. Hinzu kommt, dass eigentlich vorgeschriebene Brandabschottungen fehlen. Sie müssen ebenfalls nachgerüstet werden. Und was sich bei Öffnung der Decken im Inneren noch an Problemen und Mängeln findet, will auch keiner vorhersehen.

All das ist mit erheblichem Aufwand verbunden und funktioniert ohne vollständige Schließung des Gebäudes nicht. Derzeit hat DuI den Planungsauftrag vergeben, deshalb existiert bisher nur ein Grobschätzung der Kosten. Sie liegt bei 300000 Euro. „Mit diesem Volumen müssen wir nach jetzigem Stand rechnen“, sagt Waldheim.

Zum Bürgerhaus-Komplex gehört auch das Feuerwehrgerätehaus. Es kann logischerweise nicht dichtgemacht werden. DuI will mit einer Notstromversorgung die Einsatzbereitschaft sicherstellen. Details müssen die Planer klären.

Schweinsbergs Ortsvorsteher Adolf Fleischhauer, der bereits vorab von der Verwaltung eingehend über die nötige Sanierung informiert worden war, hält das Bauprojekt für dringend und unumgänglich. „Es muss wirklich sein, die Verantwortung, wenn etwas passieren sollte, kann keiner übernehmen“, sagte Fleischhauer. Es seien sehr viele Mängel dokumentiert worden - in einem TÜV-Bericht, der inzwischen schon drei Jahre alt sei. Auch Waldheim sagt es deutlich: „Es geht um Sicherheit, wir müssen das Thema jetzt angehen.“ Das Bürgerhaus ist im Jahr 1976 eingeweiht und im Zuge der Dorferneuerung Anfang der 90er Jahren aufgestockt worden.

Während der Bauarbeiten sollen Veranstaltungen wie auch regelmäßige Vereinstermine wenn möglich im Bürgerhaus Niederklein stattfinden. Das Bürgerhaus Niederklein bleibt durchgehend geöffnet. Das ist auch möglich, weil sich die Hausmeister aus Schweinsberg und Niederklein den Dienst im Niederkleiner Bürgerhaus dann teilen können.

Die Verwaltung habe schon gut vorgearbeitet, sagt Fleischhauer. Von 20 regelmäßigen Terminen im Bürgerhaus seien für 18 bereits andere Möglichkeiten gefunden worden. Die Schulen hätten sich ebenso wie einige Vereine untereinander abgestimmt.

von Michael Rinde

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