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Treffpunkt-Umbau wird deutlich teurer

Projekt Treffpunkt-Umbau wird deutlich teurer

Rund 3500 Stunden an Eigenleistung haben 32 Rüdigheimer bisher in den Umbau des Treffpunktes gesteckt. Die Stadt will das Projekt, dessen Kosten steigen, nun noch ein wenig erweitern.

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Helfer Stefan Krähling (links) erklärt Marius Tatzel vom Bauamt der Stadt Details des bisherigen Umbaus.Foto: Florian Lerchbacher

Rüdigheim. Architekt Jörg Weber ist begeistert von dem großen Engagement und dem Talent, das Rüdigheims Eigenleister beim Umbau des Treffpunktes samt Feuerwehrstützpunkt an den Tag legen. „Der Ort funktioniert gut“, freut er sich. Nichtsdestotrotz steigen die Kosten für das Projekt von ursprünglich veranschlagten 250000 auf rund 330000 Euro. Grund dafür ist, dass die Rüdigheimer immer wieder auf Probleme stießen: zum Beispiel beim Einbau eines Fahrstuhls, aber auch schon bei der Gründung beziehungsweise der Erweiterung des Fundaments. Bei der Elektrik sei es ähnlich gewesen: Die Rüdigheimer mussten die Installationen komplett austauschen. Der Altbau habe nicht hergegeben, was erhofft wurde, betonte er. Die Baunebenkosten seien aufgrund der vielen Überraschungen beim Umbau weitaus höher als erwartet, berichtete Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg. Noch dazu sei der ursprünglich veranschlagte Betrag angesichts von einer einstigen ersten Kostenschätzung in Höhe von 300000 Euro doch extrem niedrig gewesen, gab er zu -eine Aussage, die Amöneburgs Stadtverordnete während eines Ortstermins des Bauausschusses kommentarlos hinnahmen.

Mit den 330000 Euro ist‘s dann aber auch noch nicht getan: Weitere 35000 Euro will die Stadt in die Ausstattung - unter anderem bekommt der Treffpunkt erstmals eine richtige Küche - stecken. 3000 Euro sollen in einen Weg vom Friedhof zum Treffpunkt fließen. Weitere 61500 Euro soll die energetische Sanierung des alten Gebäudeteils kosten: Unter anderem ist vorgesehen, die Fenster im Saal zu erneuern und eine neue Decke im Saal einzuziehen. Es wäre schließlich sinnlos, nur einen Teil des Gebäudes energetisch auf Vordermann zu bringen, erklärte der Bürgermeister. Außerdem solle das Haus nach seinem Ausbau einheitlich wirken und nicht wie ein Patchwork-Gebilde daherkommen. Das Geld für die energetische Sanierung will die Stadt aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 2015 - in diesem Fall des Bundes - nehmen.

Insgesamt kostet der Umbau des Treffpunktes am Ende - falls die Stadtverordneten den Plänen zur energetischen Sanierung während der Haushaltsberatungen zustimmen - rund 430000 Euro. Eine Summe, die Richter-Plettenberg für durchaus vertretbar hält: „Fast alles wurde bisher in Eigenleistung gemacht - billiger ist ein solches Projekt nicht umsetzbar“, sagte er zu den Ausschussmitgliedern und hob angesichts des - bisher von ihm noch nicht veröffentlichten - Haushaltsplanentwurfes 2016 hervor: „Das Projekt soll Hand und Fuß haben. Noch dazu können wir es momentan uns leisten.“ Der Umbau des Bürgerhauses in Erfurtshausen, der ebenfalls größtenteils in Eigenleistung erfolgte, sei noch ein wenig teurer gewesen, erinnerte er.

Ein „dickes Lob“ sprach Ausschussvorsitzender Peter Greib (AWG) den Rüdigheimer Eigenleistern aus, die seit Baubeginn im Oktober 2014 rund 3500 Stunden in ihr Gebäude steckten - nicht zu vergessen die 14 Frauen, die den fleißigen Helfern während der samstäglichen Einsätze immer Mittagessen machten, betonte Bernhard Becker, der die Fäden bei dem Projekt in der Hand hält.

von Florian Lerchbacher

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