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Trampelpfad ist endlich Geschichte

Neuerung Trampelpfad ist endlich Geschichte

Es sind kleine Veränderungen, die eine große Wirkung haben, betonte Markus Hirth, der Leiter des Projektes Soziale Stadt, während der Einweihung eines Fußweges, der von der Dresdner Straße zur Südschule führt.

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Gleich eine größere Gruppe „Offizieller“ testete gestern anlässlich der Einweihung den neuen Fußweg.Foto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Stück für Stück will die Stadt Stadtallendorf das Wohnumfeld ihrer Bürger verbessern, sagte Stadtallendorfs Bürgermeister Somogyi, der es sich an seinem Geburtstag nicht hatte nehmen lassen, einen 280 Meter langen Fußweg einzuweihen. Allerdings liegt ihm das Projekt offenbar wirklich am Herzen: Bürger aus dem Wohngebiet, Schulleitung, Elternbeirat und Schüler hätten sich den befestigten Weg gewünscht, erinnerte er und kommentierte: „Bei Regen war es hier aber auch alles andere als optimal.“

Die Schüler hatten im Jahr 2013 sogar eine Unterschriftenaktion initiiert, ergänzte Markus Hirth, der Leiter der Sozialen Stadt, und hob hervor: „Der Weg ist auch für Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet. Das war eine kleine Maßnahme, die aber eine große Wirkung hat.“

Die Summe dieser Kleinigkeiten ergebe schließlich am Ende ein großes Ganzes, sagte er und widmete sich einem runderneuerten Containerstandort in der Dresdner Straße. Die großen, oberirdischen Altglascontainer gehören an dieser Stelle der Geschichte an. Die Stadt ersetzte sie durch Behälter, die in den Boden eingelassen sind - die Lärmbelästigung bei der Altglas-Entsorgung ist nun weitaus geringer: „Außerdem hat uns die Erfahrung gezeigt, dass an den unterirdischen Anlagen weitaus weniger Müll abgestellt wird“, fügte er hinzu und lobte nicht nur die Stadt, sondern auch noch Wohnungsbaugesellschaften, die in diesem Viertel Stadtallendorfs stark in ihre Besitztümer investierten: „So kommt Stück für Stück zusammen und es entsteht eine gemeinsame Aufwertungsstrategie.“

Dem pflichtete Somogyi bei, ehe er auch an die Vorbild­funktion der Stadt erinnerte: Sind die Containerstandorte gepflegt, würden die Bürger sich auch nicht trauen, Müll einfach daneben abzulegen: „Wenn wir ein gutes Vorbild sind, machen die Menschen mit.“

60000 Euro kostete die Stadt der neue Weg - und es hätten noch 12 Prozent mehr sein können, sagte der Bürgermeister und freute sich über städtische Mitarbeiter wie Manfred Frick, der sich um die Planung gekümmert, die Aufgaben eines Ingenieurbüros übernommen und der Stadt so Geld gespart habe.

55 Prozent des Gesamtbetrages trägt die Soziale Stadt durch Fördermittel. „Das sind zwei Beispiele aus einer langen Kette“, sagte Hirth zum Containerstandort und dem Fußweg - der beim Bau der Stadt schlicht vergessen worden sei: „Damals war das Auto maßgebend. Die Menschen mussten sich ihre Wege selber schaffen - wir befestigen sie nun eben.“

Offenbar wurde auch schon erste Kritik laut, der sich Somogyi gestern sogleich widmete: Bürger störten sich an der neuen LED-Beleuchtung, berichtete er, setzte aber auch gleich mit einer deutlichen Aussage ein Zeichen: „Wir tragen zur Energiewende bei und sparen Strom. Der Lichtkegel ist zwar kleiner als bei der alten Beleuchtung - aber ich finde, er reicht absolut aus.“ Anderweitiger Kritik beugte er vor: An Beginn und Ende des Fußweges werde die Stadt Poller einrichten, um zu verhindern, dass motorisierte Verkehrsteilnehmer die Abkürzung nutzen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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