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Training und Spaß schweißen zusammen

Tough Mudder Training und Spaß schweißen zusammen

Acht Jugendliche und junge Erwachsene haben in einem Modellprojekt der Stadtjugendpflege ein anderes Lebensgefühl entwickelt und sind zu einer Gruppe geworden. Das Interesse am Nachfolgeprojekt ist riesig.

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Geschafft! Die erfolgreichen Stadtallendorfer Teilnehmer des „Tough Mudder“ in Dortmund zeigen ihre Freude nach der Strapaze. Privatfoto

Stadtallendorf. Im Februar stellte die OP „Shape up - bring Dich in Form“ vor. Personal-Trainer Christian Köller und Streetworker Sebastian Habura wagten gemeinsam etwas Neues. Drei Monate lang trainierten fünf junge Männer und drei Frauen im Alter zwischen 16 und 31 Jahren zusammen. Zweimal in der Woche trafen sie sich entweder in der Freizeithalle im Südstadtkiosk oder zum Laufen im Wald.

Alles lief unter dem Stichwort „Funktionales Training“. Vereinfacht ausgedrückt baut dieses Training darauf, fitzumachen, möglichst nur mit den Möglichkeiten des eigenen Körpers. Am Sonntag gab es für die insgesamt zehn Teilnehmer, Habura und Köller waren bei jeder Einheit dabei, ein besonderes Finale. Allesamt nahmen sie dank Sponsoren am „Tough Mudder“ teil.

Was verbirgt sich hinter dem englischen Namen? Es ist eine ganz besondere Sportveranstaltung, die sich nur bewältigen lässt, wenn man sportlich fit ist. Es ist ein Lauf über 16,5 Kilometer, verbunden mit 18 Hindernissen. Alle haben es geschafft. „Und dabei hat jeder jedem geholfen, zum Beispiel, wenn eine vier Meter hohe Mauer überwunden werden musste“, sagt Habura. Er spricht von einem „der genialsten Projekte, die ich je gemacht habe“.

"Bin ich an mir selbst gewachsen"

Warum? Sport hat eine Gruppe von Menschen aus unterschiedlichen Schichten und mit verschiedenem Bildungsgrad und Alter zusammengefügt. Reaktionen von Teilnehmern, die sie im sozialen Netzwerk Facebook gepostet haben: „Ich bin nicht nur in der Form meines Lebens, sondern habe auch einiges über Teamwork gelernt“ (schreibt Can), manche Aufgaben hätten sie an ihre körperlichen Grenzen gebracht, bekennt Michaela. Aber: „Aufgeben war bei uns nie eine Option. Dadurch bin ich an mir selbst gewachsen“, fügt sie gleich begeistert in ihrem Eintrag auf der öffentlichen Streetwork-Seite hinzu.

Am Anfang sei es nur um Sport und Fitness gegangen, pädagogische Elemente seien erst später hinzugekommen, erläutert Habura im Gespräch mit dieser Zeitung. Es folgten zusätzliche Themenabende, Kartenspiele, gemeinsames Grillen. Die Gruppe fing schnell an, Zeit zusammen zu verbringen.

Und das sportliche Fazit? „Ich habe seit Jahren nicht mehr so viel Kraft und Ausdauer gehabt“, sagt Streetworker Habura über sich selbst. Trainer Christian Köller ist ebenfalls rundherum zufrieden: „Hätte mir jemand vorher gesagt, dass diese Gruppe so zusammenwächst, hätte ich es nicht geglaubt“, schrieb er in seinem Abschlussstatement auf Facebook.

Fünf der acht Teilnehmer dieser ersten Runde machen in einem Nachfolgeprojekt weiter. Im September startet außerdem ein neues Vorhaben, ein Inklusionsprojekt, an dem dann auch Jugendliche mit Handikaps teilnehmen.

Für Kinder gibt es ein Sommercamp

Und es gibt „Shape up - Teil 2“. Es begann in dieser Woche mit einer Riesenüberraschung. 24 junge Erwachsene kamen zum ersten Termin. Habura und Christian Köller waren extrem überrascht über diese Resonanz. Es hatte sich ganz offenbar unter jungen Menschen in Stadtallendorf herumgesprochen, wie viel Erfolg die Erstauflage gebracht hatte. Jetzt sind gleich zwei neue Gruppen am Start und komplett ausgebucht.

Noch etwas ist in Vorbereitung: Funktionales Training und Spaß möchte das Duo Habura/Köller auch gerne Kindern ermöglichen, mit altersgerechtem Training natürlich. Es ist ein Sommercamp in den letzten drei Ferienwochen geplant, geeignet für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren.

Weitere Informationen gibt es im Südstadtkiosk, per Mail an sebastian.habura@stadtallendorf.de oder bei Facebook auf Streetwork Stadtallendorf.

von Michael Rinde

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