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Touristischer Höhepunkt und "Hotspot"

Neuerung Touristischer Höhepunkt und "Hotspot"

Für den modernen Menschen ist kostenloser Zugang zum Internet ein gern gesehenes Serviceangebot. Die Stadt Amöneburg macht ihren Marktplatz daher zu einem "Hotspot".

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Michael Richter-Plettenberg (links) und Daniel Roesler zeigen stolz, dass sie auf dem „Hotspot Marktplatz“ über die von der Stadt ermöglichte Verbindung kostenlos mit ihren Smartphones ins Internet gehen können.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Kostenloser Internetzugang auf dem Marktplatz - die Stiftsschüler finden es schon mal gut, die Stadt Amöneburg hat aber besonders Touristen ins Auge gefasst. Sie möchte die Attraktivität der Stadt auf dem Berg weiter steigern: „Wir wollen den Hotspot nutzen, um Besuchern den Aufenthalt in der Stadt noch interessanter zu machen“, sagt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und betont, so könnten Internetinhalte wie Stadtrundgänge oder die Besonderheiten der Umgebung den Gästen noch besser präsentiert werden. Zudem kann ein solches Angebot Menschen auf dem Marktplatz halten: Gemütlich in der Sonne sitzen, einen Kaffee trinken und dabei im Internet surfen und Mails checken - und das, ohne das eigene Datenkontingent zu belasten: Für viele ist das gleichbedeutend mit hoher Lebensqualität.

Für die Nutzer ist das Angebot kostenlos - und auch die Stadtkasse wird nicht belastet: Sie kooperiert mit der örtlichen EDV-Firma Convergit, dem Datenanbieter Pro-Regionet aus Stadtallendorf und dem Dienstanbieter HotSplot. Sie hat das Dach des Rathaus-Nebengebäudes an die Firma Pro-Regionet vermietet, die dort Antennen nutzt, um Richtfunksignale weiterzuleiten, um ihre Kunden mit schnellem Internet zu versorgen. Als Gegenleistung erhält die Stadt ein Funk-Datensignal zur freien Verfügung, über das HotSplot den Internetzugang ermöglicht.

Versorgung könnte nach Test ausgeweitet werden

In Sachen Sicherheit müssten sich die Nutzer keine Sorgen machen, betont Daniel Roesler, der Gründer von Convergit, der mit seinem Unternehmen solche Hotspots bereits in zahlreichen Cafés und Hotels installiert hat: „Es funktioniert super. Und die Stadt ist in rechtssicherem Raum.“

Richter-Plettenberg ergänzt, dies sei ein Testlauf. Zunächst wolle die Stadt den Bereich des Marktplatzes abdecken. Wenn das Angebot gut angenommen werde, sei durchaus denkbar, das Gebiet noch zu erweitern - an der Stiftsschule steht schließlich noch ein weiterer Funkmast. Von den Schülern gibt es zumindest schon einmal positive Rückmeldung. Zwei Achtklässler beglückwünschten den Bürgermeister spontan, als sie ihn auf dem Marktplatz trafen. „Ich finde es super: Da wir in der Schule kein kostenloses WiFi haben, brauchte ich meine Flat-rate nur für die Zeit dort. Dank der Neuerung konnte ich meinen Vertrag reduzieren und spare Geld“, erklärte der eine junge Mann, gab dem Rathauschef aber noch mit auf den Weg: „Ein bisschen langsam ist die Verbindung allerdings schon noch.“ Er befinde sich diesbezüglich in Verhandlungen und hoffe selbst noch auf Verbesserung, entgegnete Richter-Plettenberg.

Die Nutzung ist einfach: Handy, Tablet oder Laptop die WLAN-Verbindung suchen lassen, danach über den Browser starten. Es erscheint die Login-Seite von HotSplot. Dort muss der Nutzer die Nutzungsbedingungen durch das Setzen eines Häkchens akzeptieren und sich einloggen. Dann erscheint die Startseite der Stadt Amöneburg, und die kostenlose Internet-Verbindung steht.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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