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Tolerantes Trio mit viel Taktgefühl

Repräsentanten Tolerantes Trio mit viel Taktgefühl

Ein Jahr lang repräsentieren Dominik Weitzel, Maja Stepanek und Sophia Keßler die Stadt Neustadt. Ihren ersten Auftritt bei der Kirmes meisterten sie mit Bravour. In ihrer Antrittsrede riefen sie zur Toleranz auf.

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Dominik Weitzel, Sophia Keßler (links) und Maja Stepanek repräsentieren Neustadt ein Jahr lang als Junker Hans und seine Burgfräulein.Foto: Florian Lerchbacher

Neustadt. Es ist eigentlich logisch, dass Dominik Weitzel (20) in den kommenden Monaten als Junker Hans auftritt: Seit vielen Jahren ist er mit Vorgänger Jakob Gnau befreundet. Die beiden sind gemeinsam in der Bürgerwehr. Und Gnau hatte ihn in der ersten Klasse zum Volkstanz in Langenstein gebracht. Da wundert es kaum, dass die beiden bei einem kühlen Gerstensaft den Plan schmiedeten, das Zepter beziehungsweise das Schwert des Junker Hans im Freundeskreis zu halten. „Das Repräsentieren kenne ich schon durch die Bürgerwehr“, betont Weitzel. Dass er nun im Mittelpunkt steht und erhöhte Aufmerksamkeit bekommt, finde er „ganz nett“, gibt der Auszubildende zum Bankkaufmann zu.

Auch zwei junge Frauen, die als Burgfräulein auftreten, waren schnell gefunden: „Ich bin sehr heimatverbunden und fand die Gruppe des Junkers beim Kirmesumzug schon als Kind immer toll“, erklärt Sophia Keßler (17) ihre Zusage. „Es gab schon Burgfräulein aus Mengsberg. Es ehrt mich sehr, dass ich die erste Mombergerin sein darf, die in diese Rolle schlüpft“, sagt Maja Stepanek (17).

Die beiden Burgfräulein verbindet ebenfalls eine langjährige Freundschaft - und auch dort brachte die eine die andere zum Tanzen: Sophia nahm Maja einst mit zum Gardetanz. Heute sind sie beide in der Prinzengarde des VfL Neustadt aktiv.

Dominik Weitzel ist noch Skifahrer und Schalke-Fan. Die Leidenschaft für die Knappen liegt in der Familie, erläutert er. Burgfräulein Maja, Schülerin der elften Klasse der Fachoberschule ist ebenfalls Skifahrerin - beim Fußball allerdings Anhängerin des Schalker Erzrivalen Borussia Dortmund. Doch das sollte kein Problem werden: „Wir werden uns zusammenraufen“, hatte sie unmittelbar nach der Amtseinführung gewitzelt.

Sophia Keßler, Schülerin der elften Klasse des Schwalm-Gymnasiums, ist leidenschaftliche Turnerin: „Bewegung machte mir schon immer Spaß. Meine Eltern wussten früher nicht, wohin mit meiner ganzen Energie - also schickten sie mich zum Kinderturnen“, erinnert sie sich. Momentan sind Fahrstunden auch ein wichtiger Teil ihres Lebens. Das Amt als Burgfräulein nutzte sie gleich, um ungeduldige Autofahrer zu mehr Gelassenheit zu animieren: „Die Menschen nehmen im Straßenverkehr zu wenig Rücksicht. Wenn sie hupen, wird man doch auch nicht schneller.“

Ihren nächsten großen Auftritt als Repräsentanten von Neustadt (Hessen) wird das Trio zwischen dem 17. und 19. Juni beim Neustadt-Treffen an der Weinstraße haben - ein Termin, den sie allesamt als Höhepunkt ihren einjährigen Amtszeit bezeichnen.

von Florian Lerchbacher

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