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Tierzucht bleibt attraktiv

Kleintierpräsentation Tierzucht bleibt attraktiv

Auch bei der 19. Auflage der Kirchhainer Kleintierpräsentation herrschte reger Betrieb in der Markthalle. Zahlreiche Züchter stellten ihre Tiere vor oder verkauften sie.

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Zahlreiche Besucher betrachteten am Samstag die in der Markthalle präsentierten Kleintiere. Foto: Klaus Böttcher

Kirchhain. „Heute war schon viel los, so dass wir überlegt haben, noch zusätzliche Käfige aufzustellen“, erzählt Klaus Weber, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kirchhainer Kleintierzüchter am Samstag. Es war ein ständiges Kommen und Gehen zu beobachten. Das betrifft nicht nur die Besucher, die oftmals mit Kindern die Tiere sehen wollen, sondern auch Züchter. Für sie ist es einerseits eine Möglichkeit, ihre Tiere zu präsentieren, andererseits aber auch eine gute Tausch- oder Kaufgelegenheit. So wechseln bei dieser Präsentation viele Tiere ihren Besitzer.

Erwachsene Besucher gingen am Samstag von Käfig zu Käfig und betrachteten oftmals mit fachkundigem Blick die Tiere. Aussteller beantworteten zahlreiche Fragen. Sie stellten gerne ihr Hobby vor. Züchter führten auch untereinander viele Gespräche, weil für sie ein Erfahrungsaustausch interessant und wichtig ist.

Zu den präsentierten Tieren gehörten hauptsächlich Tauben, Zwerghühner, aber auch größere Hühner sowie Vögel. Es waren wenige Kaninchen dabei und ein paar Meerschweinchen.

Der 14-jährige Moritz Heinzmann aus Michelbach ist einer der jungen Züchter. Er züchtet Rassegeflügel, verschiedene Hühner in unterschiedlichen Farben und Tauben. „Ich züchte, um damit Preise zu erreichen“, sagt er. So ist er schon mehrfach erfolgreich gewesen. Zu seinen Erfolgen zählen Europa- und Deutsche Meisterschaften. Seine Eltern haben einen Bauernhof, dadurch kann er inzwischen 120 Tiere halten. Bei der Kleintierpräsentation wollte er aber nur Tiere abgeben, um Geld für die Tierhaltung zu bekommen.

Dem Veranstalter ist eine „artgerechte Tierhaltung“ wichtig. So sind die Größen der Käfige für die unterschiedlichen Tiere vorgeschrieben. In einen Käfig von der Größe 50 mal 50 Zentimeter dürfen maximal ein Kaninchen oder drei Tauben oder 10 Wachteln. Bei einer Größe von 100 mal 100 Zentimeter ist Platz für eine Gans oder 3 Puten oder 5 Enten. Bei Vögeln sollen sich in einem Ausstellungskäfig maximal 2 Tiere befinden.

Die Arbeitsgemeinschaft Kirchhainer Kleintierzüchter ist ein Zusammenschluss von Geflügelzuchtvereinen, Vogelzuchtverein, Kaninchenzuchtverein und Taubenzuchtverein der Kernstadt und aller Stadtteile. Sie wollen die Kleintierpräsentation erhalten. Das ist ihnen auch am vergangenen Samstag wieder gut gelungen, trotzdem sind die Züchterzahlen rückläufig.

Klaus Weber hat dafür eine Erklärung. Ältere Züchter gäben auf und der Nachwuchs fehle. „Das hängt aber auch damit zusammen, dass sich das Freizeitverhalten geändert hat. Wenn man zweimal im Jahr in Urlaub fahren will, braucht man auch zweimal im Jahr jemanden, der die Tiere versorgt. Man kann sie nicht einfach abstellen wie einen Computer.“

von Klaus Böttcher

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