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Thierau will einen politischen "Neustart"

Stadtallendorf Thierau will einen politischen "Neustart"

Am Samstag soll im "Café Babylon" die neue "Bürgerunion Stadtallendorf" (BUS) entstehen. Sie wird sich überparteilich aufstellen, verspricht Ex-Republikaner Manfred Thierau.

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Manfred Thierau engagierte sich mehr als 20 Jahre für die Republikaner, zu denen er jetzt auf Distanz gehen will. Privatfoto

Quelle: Picasa

Stadtallendorf. Mit dem Gedanken an einen politischen Neustart habe er sich schon seit einigen Jahren beschäftigt, erklärt Manfred Thierau im Gespräch mit der OP. Herauskommen soll eine neue Wählergemeinschaft, die laut Thierau vor allem für einen Bürgerkontakt und eine „offene Politik“ stehen soll.

War die bisherige Politik der Republikaner in Stadtallendorf Thierau selbst nicht offen genug? „Ich habe immer eine offene Politik betrieben und unzählige Gespräche mit den Stadtallendorfer Bürgern geführt. Mehr war in der bisherigen Konstellation nicht möglich“, antwortet Thierau.

Für ihn und seine Frau Andrea Grigat-Thierau sollen bei „BUS“ künftig wirtschaftliche, soziale und kulturelle Stadtallendorfer Themen im Vordergrund stehen. „Einige dieser Themen haben die anderen im Stadt­parlament vertretenen Fraktionen bisher sträflich vernachlässigt“, meint Thierau. Seine Frau ist zwar über die Liste der Republikaner in das Stadtparlament eingezogen, war aber nie Mitglied der Partei.

Mit Spannung wird zu erwarten sein, wie sich BUS am Ende politisch ausrichtet, werden sie vielleicht eine „Light“-Version der Republikaner? Davon will Thierau nichts wissen. Nach seinen Vorstellungen soll BUS das gesamte politische Spektrum, vom linken bis zum rechten Rand, umfassen. „So, wie die Politik normalerweise auch sein sollte“, sagt Thierau.

Andere Meinung als "Political Correctness"

Er selbst will sich als früherer Republikaner auch nicht länger in der rechten Ecke angesiedelt sehen. „Obwohl ich von rechts eine andere Meinung habe als die der herrschenden ‚Political Correctness‘. Rechts bedeutet für mich die Bewahrung und Beibehaltung von Tradition und Kultur im eigenen Land“, sagt Thierau über sich selbst.

Eines steht für ihn aber bereits fest: Aus dem Kreistag wird er sich 2016 nach der Kommunalwahl ganz verabschieden. „Die Kreispolitik ist so überflüssig wie ein Kropf“, teilt Thierau aus. Aus seiner Sicht könne die Kreisebene abgeschafft werden, die dort angesiedelten Aufgaben sollen an die Städte und Gemeinden übergehen.

Er habe bereits einige Inte­ressenten für BUS. Ab dem nächsten Jahr soll es verstärkte inhaltliche Arbeit geben, zum Beispiel mit öffentlichen Fraktionssitzungen und Informationsveranstaltungen. „Dass wir die nötigen Unterstützungsunterschriften für die Zulassung zur Kommunalwahl bekommen, daran zweifele ich nicht“, sagt Thierau.

  • Die Gründung der neuen Wählergemeinschaft BUS erfolgt am Samstag ab 17 Uhr im Cafe Babylon. Sie geschieht öffentlich, Interessenten sind willkommen.

von Michael Rinde

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