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Thema passt zum Schullied

Demenz Thema passt zum Schullied

Die Kinder der St.-Martin-Grundschule in Mardorf beschäftigen sich mit dem Thema "Jung und Alt". Besonders zur Demenz hatten sie während eines Projekttages viele Fragen.

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Vor dem Informationstag sangen die Jungen und Mädchen das Schullied.

Quelle: Klaus Böttcher

Mardorf. Alle Klassen kommen in der Sporthalle zusammen. Entsprechend herrscht großes Hallo. Als Schulleiterin Elisabeth Schäfer das Wort ergreift, ist Ruhe. Wie immer, wenn alle Schüler zusammenkommen, geht es mit dem Schullied los. Darin heißt: „Wir achten auf alle Menschen.“ Das schließe auch die älteren Menschen ein, betont Schäfer und erinnert an das Thema, mit dem sich die Schüler auseinandersetzen: „Miteinander leben, Jung und Alt.“

Ein Teil der Schulkinder hatte der Tagespflege AurA in Roßdorf einen Besuch abgestattet, um mit älteren Menschen zu reden - und mit ihnen zu kegeln. Zum „Schulinformationstag“ war Christina Stettin, die Koordinationskraft der Bürgerhilfe, gekommen. Sie bildet seit zwei Jahren ehrenamtliche Bürgerhelfer aus und engagiert sich für die Lokale Allianz für Demenz. Entsprechend hatten die Kinder zahlreiche Fragen. Doch zuvor berichteten Abordnungen der Klassen, womit sie sich im Unterricht beschäftigt hatten.

Informationen über Demenz

Unter anderem setzten sich die Kinder mit dem Film und dem gleichnamigen Buch: „Oma hat Demenz, wie können wir helfen“ auseinander. Darin erzählt ein Junge über das Leben mit seiner an Demenz erkrankten Oma und die Versuche, ihr zu helfen. Die Geschichte hinterließ bei den Schülern tiefen Eindruck.

Dementsprechend drehte sich bei den Fragen an Stettin auch alles um Demenz: Warum sind Kinder nicht von Alzheimer betroffen? Wie kann man Demenzkranke beschäftigen? Wie alt wird man mit Demenz? Gibt es auch Tiere mit Demenz? Die Expertin beantwortete die Fragen geduldig und vor allem kindgerecht. Sie widmete sich aber auch der Arbeit der ehrenamtlichen Bürgerhelfer in Mardorf - oder ihrer Arbeit als Sozialpädagogin.

Krankenschwester berichtet

Die gelernte Krankenschwester erzählte, dass sie jetzt schon den fünften Kurs zu Bürgerhelfern leite und es fast 100 ehrenamtliche Helfer in Amöneburg gebe. Der jüngste Helfer ist gerade 17, der älteste 75 Jahre alt. Sie unterstützen nicht nur an Demenz erkrankte, sondern auch körperlich eingeschränkte Menschen. Sie erledigen viele Alltagstätigkeiten für die Betroffenen oder leisten ihnen einfach Gesellschaft. Zum Abschluss freute sich Stettin, dass sich die Kinder bereits mit solchen Themen auseinandersetzen.

Einmal im Jahr veranstaltet die Grundschule einen Informationstag. In den vergangenen Jahren ging es beispielsweise um Gesundheit, Bewegung oder Ernährung.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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