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Terrier-Adel trifft sich in der Markthalle

Internationale Ausstellung Terrier-Adel trifft sich in der Markthalle

Die Ortsgruppe Mittelhessen des Klubs für Terrier (KFT) veranstaltete in der Kirchhainer Markthalle ihre 29. Leistungsschau. 124 Züchter wollten einen Titel gewinnen, der sich BOB nennt.

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Bärbel Friedrich zeigt ihren Terrier „Cowboy and Gentleman“, der 2013 Europasieger wurde.

Quelle: Yanik Schick

Kirchhain. „It’s A Go“ war einer der großen Stars des Tages. Der Airedale-Terrier mit dem imposanten Namen beeindruckte die Richter erkennbar. Er belegte am Ende im Kampf um den begehrten Titel „Best of Breed“ (BOB), also die Auszeichnung als bester Hund der Rasse, Platz zwei und musste sich lediglich einem Konkurrenten aus Nordrhein-Westfalen geschlagen geben.

Bärbel Friedrich ergattert mehrere Titel

„Für mich ist es natürlich spitze gelaufen“, kommentierte die stolze Züchterin Bärbel Friedrich aus Wetzlar den Triumph. Auch mit ihren anderen drei Terriern, die sie nach Kirchhain mitgebracht hatte, ergatterte sie verschiedene Titel. „It’s A Go“ stellte sie an diesem Nachmittag aber fast alle in den Schatten.

Es war schon ein spannendes Geschehen, das den Nachmittag über in der Markthalle vonstatten ging. 124 Züchter, teils aus Frankreich, Luxemburg oder den Niederlanden angereist, hatten ihre Vierbeiner mitgebracht, um sie im Vergleich mit anderen Terriern bewerten zu lassen. Die Halle verwandelte sich in einen lebendigen Ausstellungsort. Und damit die Tiere auch einen besonders guten Eindruck hinterließen, wurden sie von ihren Herrchen und Frauchen stets sorgfältig gekämmt und gebürstet. Mit dabei waren fast alle Rassen, die zu den Terriern gehören. Vom „Schwarzen Russen“, der größten Terrier-Art, bis zum Yorkshire. Aber wie wurden die Hunde nun bewertet? „Für jede Rasse gibt es eine Beschreibung, wie sie im Idealfall auszusehen hat“, erklärte Bärbel Friedrich. Dabei spielen Zähne, Ohren, Rute, Fell und besonders ein harmonisches Bewegungsbild eine zentrale Rolle. „Wichtig ist auch das Benehmen. Mit einem ängstlichen Hund kann man nicht gewinnen.“

Bärbel Friedrich züchtet seit 34 Jahren

Die Terrier wurden zunächst nach Alter, Geschlecht und Rasse klassifiziert. Beurteilt und dokumentiert wurde ihre Erscheinung von offiziellen Richtern. Der jeweils erstplatzierte Hund in den einzelnen Ranglisten hatte dann die Chance, BOB zu werden - und damit der beste Hund der gesamten Leistungsschau.

Das war schon im Vorfeld das insgeheime Ziel von Bärbel Friedrich gewesen, die seit nunmehr 34 Jahren Airedale-Terrier züchtet. Den Ergebnissen maß sie eine hohe Bedeutung bei. „Es ist natürlich wichtig zu sehen, wo man steht. Und da ist diese Veranstaltung schon das Salz in der Suppe“, betonte sie. An der Rasse der Terrier reize Friedrich dabei besonders deren Fröhlichkeit und extrovertiertes Verhalten.

Arnd Friedrich, nicht verwandt mit Bärbel Friedrich, war aus Weilburg mit seinem Rüden Fedor nach Kirchhain gekommen. Der zweijährige Hund war ebenso ein „Schwarzer Russe“, der allein wegen seiner Größe schon das Augenmerk auf sich zog. 54 Kilogramm ist der Terrier schwer, 75 Zentimeter hoch - und dabei noch lange nicht ausgewachsen. „Seine Eltern waren schon Europa- und Landessieger. Also er hat einiges mitbekommen“, sagte Friedrich.

von Yanik Schick

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