Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Tempo-30-Zone rechts der Hauptstraße

Ortsbeirat Niederwald Tempo-30-Zone rechts der Hauptstraße

Ortsvorsteherin Christina Krantz hatte zur Ortsbeiratssitzung geladen, und viele Bürger interessierten sich für die gewichtige Tagesordnung. Der Schulungsraum der Feuerwehr war am Mittwochabend voll besetzt.

Voriger Artikel
Ein Neubau soll viele Probleme lösen
Nächster Artikel
Neuer Kreisel soll sicherer werden

Das Tempo-30-Schild an der Ortsdurchfahrt steht für den Schutz der Schulkinder – und weist symbolisch auf die nahe Zukunft hin. Der rechts von der Kreisstraße gelegene Teil Niederwalds wird Tempo-30-Zone.

Quelle: Matthias Mayer

Niederwald. Die Themen, die die sehr gut vorbereitete neue Ortsvorsteherin vorstellte, reichten von der 775-Jahr-Feier bis zur Chance, im drittgrößten Kirchhainer Stadtteil ein Nahwärmenetz zu bauen.

Auskiesung: Bürgermeister Olaf Hausmann (SPD) berichtete von der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung für den städtebaulichen Vertrag, mit dem die Stadt Regeln für die Auskiesung der Fläche5 schaffen möchte. Die Vertragsunterschrift durch den Kieswerkbetreiber stehe noch aus.

Darüber werde in den nächsten Tagen verhandelt. Nach seiner Überzeugung schütze der neue Vertrag die Anliegen der Niederwälder besser als der von seinem Vorgänger zurückgezogene Vertragsentwurf, sagte Hausmann.

Ortsbeirat unterstütztdie fleißigen Helfer

Diese Einschätzung unterstützte der Niederwälder Bürger und SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtparlament, Karl-Heinz Geil. Die Niederwälder wollten keine neuen offenen Wasserlöcher. Diesem Wunsch entspreche - so Geil - der detaillierte Vertragspassus zur Wiederverfüllung und Renaturierung der Auskiesungsfläche 5. Allerdings gibt es zu diesem Passus die juristisch extrem dehnbare Einschränkung „sofern dies möglich ist“.

Verfügungsmittel: Der Ortsbeirat beschloss einstimmig, die noch nicht ausgegebenen Verfügungsmittel des Gremiums dem Dorfverschönerungsverein und dem Friedhofsausschuss zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld sollen Gerätschaften gekauft werden, die beide Institutionen für die Pflege der Grünflächen im Dorf und des Friedhofs nutzen sollen. „Es ist eine tolle Sache, dass wir den Dorfverschönerungsverein und den Friedhofsausschuss haben“, sagte Christina Krantz und würdigte deren große Beiträge für die Dorfgemeinschaft.

Nahwärme: Wird Niederwald Bioenergiedorf? Bis zur Beantwortung dieser Frage wird noch reichlich Wasser die Ohm runterfließen, aber ein Anfang ist gemacht. Wie die Ortsvorsteherin mitteilte, lädt die EAM am 25. November um 19 Uhr zu einer Info-Veranstaltung ein. Das kommunale Unternehmen betreibt zwischen Stausebach und Niederwald ein großes Biomasse-Zentrum und beabsichtigt, die Kirchhainer Stadtteile Stausebach und Kleinseelheim mit Nahwärme zu versorgen.

Als Heizmaterial dienen Hecken- und Gehölzschnitt. Wegen der zu großen Entfernung sei nicht beabsichtigt, Niederwald an das Stausebacher Netz anzuschließen. Stattdessen würde die EAM in Niederwald ein Heizkraftwerk bauen, teilte Krantz mit. Olaf Hausmann begrüßte die Initiative, die für die Dorfgemeinschaft zu einem großem Gewinn werden könne. Dazu brauche es aber zwei Voraussetzungen:

 Den gemeinsamen Willen des Dorfes zum Bau eines Nahwärmenetzes und die Bereitschaft einiger Bürger, im Vorstand einer zu gründenden Nahwärme-Genossenschaft mitzuarbeiten. Der Niederwälder Uli Balzer, Stadtverordneter von Bündnis 90/Die Grünen, warb dafür, eine etwaige Nahwärme-Diskussion nicht allein auf die EAM-Offerte zu konzentrieren und verwies auf die erfolgreichen Projekte in Rauschenberg.

Zum Dorfjubiläumgibt es noch keinen Plan

775-Jahr-Feier: 2018 feiert Niederwald Jubiläum, und für dieses Ereignis gab‘s vom alten Ortsbeirat nur „rudimentäre Vorplanungen“, wie Gerhard Wiegand als einer von zwei aus dem alten Gremium verbliebenen Ortsbeiräten berichtete. Christina Krantz stellte klar, dass der Ortsbeirat ein solches Fest nicht stemmen könne. Sie setze für das Jubiläum auf die Ortsvereine. Mit diesen solle während der alljährlichen Terminabsprache über das Fest gesprochen werden.

Haushalt 2017: Olaf Hausmann teilte mit, dass Projekte rund um das Dorfgemeinschaftshaus im kommenden Jahr realisiert werden. Neue Lautsprecher für das Dorfgemeinschaftshaus seien ebenso im Haushaltsentwurf vorgesehen wie die Umgestaltung des Vorplatzes. Die Gelder für die neue Bestuhlung stünden im aktuellen Haushalt, seien aber noch nicht abgerufen worden, mahnte der Kämmerer. Der Ortsbeirat sei an dem Thema dran, noch laufe die Ausschreibung, versicherte die Ortsvorsteherin.

Verkehr: Niederwald bekommt die lang ersehnte Tempo-30-Zone, die sich allerdings auf den - aus Richtung Kirchhain gesehen - rechts der Kreisstraße gelegenen Teil des Ortes beschränkt. Das teilte Christina Krantz zum Schluss mit. Derzeit werde am Beschilderungsplan gearbeitet. Der Zeitpunkt der Umsetzung sei noch offen.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr