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Teams spinnen und bringen Eisen zum Glühen

Dorffest Kleinseelheim Teams spinnen und bringen Eisen zum Glühen

Die Kleinseelheimer feierten drei Tage lang ein zünftiges Dorffest, bei dem fast jeder Bürger aktiv oder passiv beteiligt war. Ein Höhepunkt war am Samstag die „Höfe-Rallye“.

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Das Bild gibt einen Einblick in die Ausstellung zur Dorfgeschichte mit Horst Chmielewski als Lehrer.

Quelle: Klaus Böttcher

Kleinseelheim. Das Spaßfußballturnier am Freitag eröffnete den Reigen der Veranstaltungsfolge, bei der sich alle Ortsvereine, andere Gruppierungen, Familien und Einzelpersonen eingebracht hatten. Es wurde mit verschiedenen Gastmannschaften Fußball gespielt, aber es ging um nichts, nur um Spaß am Fußball. „Danach war Party im Festzelt bis in den frühen Morgen angesagt“, so beschreibt der Ortsvorsteher Professor Rainer Waldhardt den Rest des ersten Tages und schwärmt von der Illumination der Kirche, die jeden Abend bei Dunkelheit in magentafarbenes Licht gehüllt wurde.

Nach dem eher besinnlichen Auftakt am Samstag mit Yoga für Jung und Alt, ging es am Nachmittag bei der „Höfe-Rallye“ hoch her. Bei dem Spielwettbewerb waren vielseitige Aufgaben auf 12 Höfen im Dorfkern zu lösen. Ebenso viele Teams wechselten nach einem aufgestellten Plan von Hof zu Hof. Die Teams waren von den Zusammensetzungen sehr unterschiedlich. Da gab es reine Männermannschaften oder Damenteams aber auch Zusammensetzungen von Vereinen oder Familien sowie zusammengewürfelte Teams aus der Nachbarschaft. Alter und Geschlecht in den einzelnen Mannschaften war ganz egal, der Spaß an der Sache stand im Vordergrund. Den hatten die Teams hörbar, immer wieder schallten Lachen wie auch Anfeuerungsrufe durch den Ortskern.

Dorfleben und Traditionen standen im Vordergrund

An den Stationen der Rallye kam es mal auf Schnelligkeit und Geschick an, oder es wurde Allgemeinwissen gefragt. Oftmals stand das Dorfleben mit alten Traditionen aber auch der modernen Landwirtschaft im Vordergrund. Wer weiß heute noch wie eine Kuh von Hand gemolken wird oder wie mit der Spindel gesponnen wird? Welche Tiere haben einen Schnabel, was kostet ein Kilo Schweinefleisch im Supermarkt, beim Metzger und was bekommt der Landwirt dafür? Wie hoch kann ein Lader seine Last heben? Mit welcher Pflanze erzielt man bei Wolle welche Farbe? Es galt, Fragen über Fragen zu beantworten, wobei vieles mit der Praxis verbunden war. Auf einem Hof waren Tiere ausgestellt, auf dem nächsten landwirtschaftliche Maschinen oder Produkte aus der Landwirtschaft. Beim Schmied musste gar Eisen zum Glühen gebracht und damit die Jahreszahl der Ersterwähnung des Dorfes eingebrannt werden. Woanders holten die Teams Wasser aus dem Brunnen oder schossen mit Pfeil und Bogen.

Es war eine sehr bunte Mischung an Aufgaben, die den Teams sehr viel Spaß bereiteten und am Ende gab es eine fröhliche Siegerehrung im Festzelt. Den Sieg holten sich die „Seelheimer Fire Fighters“, also die Kameraden der Feuerwehr. Zweiter wurde das Damenteam „Jive“, dahinter steckten Zumba-Tänzerinnen, die von sich sagten: „Wir sind Kleinseelheimer Muttis.“ Die Bronzemedaille sicherte sich das „Dream Team“ aus Großseelheim. Mit einem Bühnenprogramm durch die Kindertagesstätte, die Musikschule Klangspiel, die Zumbagruppe und den Gesangverein wurde der zweite fröhliche Abend eingeleitet. Mehr als ein Hingucker war die Ausstellung zur Dorfgeschichte im Dorfgemeinschaftshaus mit den Themen „Geschichte von Kindergarten und Schule“ und „Landwirtschaft im Wandel der Zeit.“ Viele Exponate und Bilder erinnerten die Besucher an frühere Zeiten.

von Klaus Böttcher

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