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Tagesalarmstärke gibt Grund zur Sorge

Feuerwehr Tagesalarmstärke gibt Grund zur Sorge

Der umfangreiche Jahresbericht von Stadtbrandinspektor Stefan Krähling, Ehrungen, Beförderungen und der Wechsel an der Spitze der Jugendwehren prägten die Jahreshauptversammlung der Amöneburger Feuerwehren.

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Stadtbrandinspektor Stefan Krähling (links), Kreisbrandinspektor Lars Schäfer (Vierter von links) und Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg (rechts) ehrten und beförderten zahlreiche Mitglieder der Amöneburger Feuerwehren.

Quelle: Klaus Böttcher

Amöneburg. Stadtbrandinspektor Stefan Krähling ging in seinem Bericht zunächst auf die aktuellen Zahlen und die Einsätze des vergangenen Jahres ein. So sind in den fünf Wehren 124 Frauen und Männer aktiv, und die Alters- und Ehrenabteilung hat 26 Mitglieder. Es gebe zwar in jedem Stadtteil eine Jugendfeuerwehr, diese könnten aber mehr Mitglieder haben, erklärte Krähling und kündigte an, dass eine Werbeaktion geplant sei.
Zudem berichtete er von zwölf Einsätzen der Amöneburger Feuerwehren im Jahr 2015, die von ihrer Art nicht unterschiedlicher hätten sein können: Sie mussten  einen Greifvogel retten, eine Tragehilfe für den Rettungsdienst stellen, ausgelaufenes Benzin oder Öl beseitigen und abbinden, eine Tür öffnen, sich bei zwei Verkehrsunfällen engagieren, ein Abraumfeuer löschen und bei einem Wasserrohrbruch helfen. Zudem gab es einen  Unwettereinsatz, und  der Katastrophenschutzzug war beim Aufbau der Zelte als Notunterkünfte für 750 Flüchtlinge in Stadtallendorf gefordert. Des Weiteren leisteten die Feuerwehrleute 140 Stunden Brandsicherheitswachdienst bei insgesamt 13 Veranstaltungen.

Atemschutzgeräteträger sollen mehr trainieren

Der Stadtbrandinspektor appellierte an die Atemschutzgeräteträger, an den geforderten Übungen und der ärztlichen Tauglichkeitsuntersuchung teilzunehmen. „Ohne Atemschutzgeräte können wir bei den meisten Einsätzen nicht so reagieren, wie wir sollen und müssen“, betonte er. Das Problem habe auch die Stadt erkannt, denn momentan seien nur 40 Prozent der Atemschutzgeräteträger einsetzbar, da die nötige Untersuchung fehle, erklärte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg. Er verkündete, dass der Magistrat gerade als Anreiz beschlossen habe, den tauglichen Atemschutzgeräteträgern ein Abo für das Fitnessstudio bei einem geringen Eigenanteil zu sponsern. Davon waren nicht nur die Amöneburger begeistert, sondern auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer nannte das eine gute Idee.

Häuser sollen 2017 fertig sein

Die Tagesalarmstärke macht auch den Amöneburger Feuerwehren zu schaffen. Sie sollten zur Erhöhung der Einsatzstärke Menschen in der Verwaltung oder Feuerwehrkameraden anderer Städte und Gemeinden, die in Amöneburg arbeiten, ansprechen, meinte Schäfer.
Der Bürgermeister ging auf die Situation der Feuerwehrgerätehäuser ein und stellte abschließend fest, dass 2017 die Optimierung der Häuser abgeschlossen werde. Zur Situation bei den Fahrzeugen, die zwischen 12 und 25 Jahre alt sind, erklärte er, dass erst nach 25 Jahren überhaupt ein Förderantrag gestellt werden könne. Das sei in Amöneburg erst 2017 möglich.

Johannes Ivo folgt auf Oliver Bieker

Oliver Bieker gab nach 20 Jahren als Stadtjugendwart der Amöneburger Feuerwehren die Leitung an Johannes Ivo ab, der von der Versammlung einstimmig gewählt und anschließend vom Bürgermeister ernannt wurde. Der scheidende Stadtjugendwart wies in seinem letzten Bericht auf die erfolgreichen Jugendwehren aus Mardorf und Erfurtshausen hin, die es bis zum Landesentscheid in Lorsch geschafft hätten. Die Aktivitäten bestanden wie in vielen Jahren zuvor aus Diensten für die Allgemeinheit, zum Beispiel dem Einsammeln der Weihnachtsbäume, Brandschutzvorausbildung, aber auch aus etlichen Freizeitaktivitäten. In den fünf Jugendfeuerwehren sind derzeit 44 Jungen und Mädchen aktiv. 10 Jungs und Mädchen gehören der Kinderfeuerwehr in Rüdigheim an.

Beförderungen
Zum  Feuerwehrmann-Anwärter (und damit in die Einsatzabteilung aufgenommen): Steffen Sennhenn und Mario Bornträger (beide Rüdigheim), Dennis Gesche und Daniel Ried (beide Erfurtshausen)
sowie Pascal Schick, Julian Schick und Jonas Schmitt (alle Mardorf). Feuerwehrmann/-frau: Andreas Krähling und Rick Polzer (beide Rüdigheim), Katharina Weber (Mitte), Leon Klassnitz (Roßdorf) und Thomas Gockel (Mardorf). Hauptfeuerwehrmann: Sebastian Orlik (Mitte), Martin Gockel und Christoph Ivo (beide Mardorf).
Ehrungen
Kreisbrandinspektor Lars Schäfer überreichte das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktive Zugehörigkeit an Norbert Döring, Matthias Schick und Berthold Weber (alle Mitte) sowie Bernhard Schick (Mardorf).

von Klaus Böttcher

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