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"Tafelrunde" hebt Jugendchor aus der Taufe

135 Jahre "Tafelrunde" hebt Jugendchor aus der Taufe

135 Jahre zählt der älteste Verein Amöneburgs: Der Gemischte Chor "Tafelrunde 1879" hat sich der Zukunft gestellt, singt moderne Lieder und will sich nun auch im Jugendbereich engagieren.

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Horst Braun (vorne, rechts) und Gerhard Ruppenthal (hinten, links) ehrten während der Festveranstaltung zahlreiche aktive Sänger und fördernde Mitglieder.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Mit einem Festgottesdienst in der Stiftskirche und einem anschließenden Kommersabend in der Bonifatiushalle feierte der Verein sein 135-jähriges Bestehen. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war der gemeinsame Auftritt des Stamm- und des Projektchors in der Stiftskirche: Insgesamt 60 Sänger stimmten unter der Leitung von Jürgen Pöschl das Lied „Schau auf die Welt“ an.

Musikalisch ging es anschließend auch in der Bonifatiushalle weiter. Vor rund 200 Besuchern eröffnete der Stammchor eindrucksvoll mit Guiseppe Verdis „Überall auf der Welt singt man Lieder“ den Kommersabend. „135 Jahre sind wir alt geworden. Das ist eine gewaltige Zahl, auf die alle Vereinsmitglieder stolz sein können“, betonte Horst Braun, der langjährige Vorsitzende.

Auf Anregung des Lehrers Wilhelm Schick hatte sich im Jahr 1879 die stattliche Anzahl von 92 jungen Amöneburger Männern zusammengefunden, um einen Männergesangverein zu gründen. Im September 1974 hoben die Berger den Gemischten Chor, unter der Leitung von Gerhard Weber, aus der Taufe. „Die Tafelrunde hatte schon 1974 die heute viel diskutierte Frauenquote perfekt erfüllt“, kommentierte Braun.

Besonders stolz sei der Verein auf den Projektchor, der sich immer wieder als versierter und stimmlich gut aufeinander abgestimmter Chor in allen Musikrichtungen präsentiere. „Wer hätte vor sechs Jahren gedacht, dass unser Stammchor einmal Lieder aus der deutschsprachigen Popszene singt?“, fragte Braun und lobte Dirigent Jürgen Pöschl für sein Engagement.

Vermehrt will sich der Verein in Zukunft im Jugendbereich engagieren. Ab den Herbstferien gibt es für Jugendliche (ab dem fünften Schuljahr) die Möglichkeit, in einem Chor zu singen.

Der Verein müsse sich um die Zukunft keine Sorgen machen, sagte Heinrich Neumann, der als Vertreter des Bürgermeisters gekommen war, und ergänzte: „Sie haben hervorragende kulturelle Arbeit in unser Stadt geleistet und können sich unserer Unterstützung sicher sein.“

„135 Jahre einer wechselvollen Geschichte liegen hinter eurem Verein“, erklärte dann Herbert Fischer, Ortsvorsteher und Vorsitzender der Amöneburger Vereinsgemeinschaft. Wenn man den Blick auf den Verein in der jüngeren Zeit richte, dann müsse man auch über Helmut Graff, den Ehrenvorsitzenden, sprechen. Dieser habe großen Verdienst daran, dass der Verein heute zwei Chöre stelle.

Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Auftritt des Stamm- und Projektchores, der mit „99 Luftballons“ das Publikum begeisterte und viel Applaus erntete. Anschließend meisterte der Projektchor perfekt den hohen Anspruch, den ein Adele-Medley an die Sänger stellte.

„Wir haben uns der Zukunft gestellt, singen moderne Lieder, unternehmen viel gemeinsam und heißen im Verein jedes neue Mitglied willkommen“, hob Braun hervor. Mit Tanz und Unterhaltung durch die Musik-Mix-Band wurde der Abend unterhaltsam fortgesetzt.

Im Laufe der Veranstaltung ehrte Gerhard Ruppenthal, Vorsitzender des Singkreises Zwesten-Ohm gemeinsam mit Horst Braun aktive Sänger und fördernde Mitglieder.

EHRUNGEN

40 Jahre aktives Singen: Brunhilde Schimek und Dorothea Aschenbach.

25 Jahre aktives Singen: Elsa Stein sowie Margot und Ludwig Kliem.

40 Jahre fördernde Mitgliedschaft: Rolf Aschenbach und Werner Müglich. 25 Jahre: Waltrude Braun, Robert Cimiotti, Brigitte Dickhaut, Elli Graff, Brigitte Neumann, Heinrich Neumann, Petra Riehl, Beate Schwarz und Sonja Stöcker.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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