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Tafelrunde beweist erneut Stehvermögen

Längstes Chorkonzert der Region Tafelrunde beweist erneut Stehvermögen

Sechs Stunden voller ­abwechslungsreicher ­Unterhaltung bot der ­Gemischte Chor „Tafel­runde“ seinen Gästen beim Wintervergnügen. Der Schlusspunkt war wie immer ein besonderer.

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Das Foto trügt: Die Tafelrunde Amöneburg ist kein Frauenchor, sondern ein gemischter Chor. Fotos Yanik Schick

Amöneburg. Es wurde wieder einmal spät, bis im Dachgeschoss des Bonifatiushauses die Lichter ausgingen. Gegen zwei Uhr in der Nacht leitete die Music Mix Band dort mit der Trompete das letzte Lied ein - danach war der inoffiziell längste Chorabend in der näheren Umgebung beendet.

Nun könnte man meinen, die noch rund 30 verbliebenen Gäste hätten um diese Uhrzeit endlich den Weg nach Hause angetreten. Doch daran war für die meisten noch nicht zu denken.

Ausklang beimEhrenvorsitzenden

Es zog die Gruppe geschlossen zum Haus von Helmut Graff, dem Ehrenvorsitzenden des Gemischten Chors. Und dort gab es, quasi zum gemütlichen Ausgang, frisch gebratene Eier für alle Hartgesottenen. So ist es in mehr als 30 Jahren zur echten Tradition geworden, und so behielten es die Amöneburger Sängerinnen und Sänger auch diesmal bei.

„Ich kenne das schon aus Kinderzeiten“, erzählte Michaela Graff, die Tochter des Ehrenvorsitzenden. Heute ist sie zweite Schriftführerin im Gesangverein und an der Organisation des Wintervergnügens rege mitbeteiligt. „Es ist jedes Mal wieder eine sehr aufgelockerte Stimmung“, schwärmte sie.

Den Auftakt an diesem Abend hatte wie gewohnt der Stammchor bestritten, also ein Ensemble, das fast ausschließlich aus Amöneburgern besteht. Das erste Lied war dabei eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Schlagersänger Udo Jürgens und einen seiner großen Hits, in dem das Leben ja eigentlich erst mit 66 Jahren so richtig beginnt. „Alle berühmten Lieder von Udo Jürgens haben wir bei uns im Programm“, sagte Helmut Graff.

Im Anschluss an die Auftritte des Stammchors wartete auf rund 100 Zuschauer im Bonifatiushaus eine große Premiere: Der neugegründete Jugendchor, der bislang achtmal mit Chorleiter Jürgen Pöschl geübt hatte (die OP berichtete), feierte sein Debüt vor Publikum.

Und auch, wenn dem einen oder anderen Kind die Nervosität ein wenig anzumerken war, so zeigte die Gruppe doch eine Menge Talent. Den großen Sommerhit 2014 „Auf uns“ von Andreas Bourani sangen die acht Jungen und Mädchen sogar auswendig.

„Ich weiß noch, dass ich vor meinem allerersten Auftritt unglaubliches Herzklopfen hatte. Aber die Kinder haben das sehr gut gemacht“, lobte Michaela Graff den Nachwuchs, auf den der gesamte Verein enorm stolz ist.

Die musikalischen Einlagen rundete unterdessen der Projektchor der Tafelrunde ab. ­Dessen Durchschnittsalter liegt einige Jahre unter dem des Stammchores, und so sang die Gruppe moderne Lieder wie „I Will Always Love You“ (Whitney Houston) und „My Heart Will Go On“ (Celine Dion). Für reichlich Abwechslung sorgte schließlich die Sing- und Spielcompany mit zahlreichen Sketchen.

von Yanik Schick

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