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Tafel erklärt den Bürgermeisterstein

Info-Stele Tafel erklärt den Bürgermeisterstein

Über Jahrzehnte hinweg fristete der Kirchhainer Bürgermeisterstein ein Schattendasein auf einer Ohmwiese. Nur Insider hatten überhaupt Kenntnis von der Existenz des Steins aus dem Jahr 1665.

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Die Vereinsvorsitzenden Kerstin Ebert (Heimat- und Geschichtsverein) und Klaus Weber (Förderverein Kirchhainer Kulturdenkmäler) übergaben die Stele symbolisch an Olaf Hausmann. Foto: M. Mayer

Kirchhain. Klaus Weber, Vorsitzender des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler, gehört zu diesen. Er schnitt im Frühjahr 2015 mithilfe einer Motorsense den Weg zu dem halb überwucherten Stein frei, den eine Baumwurzel bereits aus dem Lot gedrückt hatte. Seine damalige Diagnose: Die Westseite ist verwittert, die Inschriften sind kaum noch zu entziffern. Dagegen befindet sich die Ostseite mit den Wappen des damaligen Bürgermeisters, der Baumeisters und der Schöffen in einem guten Zustand.

Einst zierte der Stein die Sandsteinbrücke über die Ohm, die 1960 abgerissen wurde. Der Förderverein, der Heimat- und ­Geschichtsverein und die Stadt Kirchhain kamen überein, den Stein aus seiner feuchten und schattigen Umgebung zu bergen und ihn Am Amöneburger Tor der Bürgerschaft zugänglich zu machen. Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) spendete damals 1100 Euro für die Aufarbeitung des Steins.

Gemeinsam stifteten jetzt der Förderverein Kirchhainer Kulturdenkmäler und der HGV eine Holz-Stele mit Info-Tafel für das Denkmal. Die kommt gerade noch zur rechten Zeit, denn wie Klaus Weber bei der Übergabe an die Stadt erläuterte, ist eine Aufarbeitung der Inschriften und Wappen nicht zulässig.

Bürgermeister Olaf Hausmann regte zu diesem Anlass eine Hintergrund-Begrünung für das Denkmal an. Die HGV-Vorsitzende Kerstin Ebert kündigte an, dass ihr Verein die Mittel dafür bereitstellen werde.

von Matthias Mayer

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