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Tänze, Zugaben und Raketen

Prunksitzung des RCC Tänze, Zugaben und Raketen

Viel nackte Haut, Tänze in Perfektion, ein hochkarätiges Programm und eine bis unters Dach ausverkaufte Narhalla: Zur 34. Prunksitzung hatte der RCC Roßdorf wieder alle Register gezogen.

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Die Präsidentengarde ist das „Flaggschiff“ des RCC Roßdorf. Auf deren Auftritt mussten die Fans während der RCC-Prunksitzung lange warten.

Quelle: Karin Waldhüter

Roßdorf. Pünktlich um 20.11 Uhr verkündeten Trommel- und Paukenschläge den Beginn der Prunksitzung. Damit gaben Narrenkönig Stephan Maus und Schriftführer Norbert Rausch das Startsignal zum vierstündigen Programm, das sich überwiegend aus Tänzen zusammensetzte.

Zum Narhalla-Marsch hatten sich zu Beginn die rund 500 Narren im Saal beim Einzug des Elferrates mit Sitzungspräsident Christopher Greb erhoben und anschließend dem herrschenden Kinderprinzenpaar Fortuna I (Gundrum) und Timon I (Rausch) stehend Respekt gezollt. Der karnevalistische Schlachtruf „Rissderf Derr Zou“ brachte die Halle zum ersten Mal zum Beben.

Die Garden sind der ganze Stolz der Roßdorfer Narren, und das nicht ohne Grund, denn Gardetanz ist alles andere als ein Kinderspiel und der Sprung in den Spagat oder ein Standspagat gehören heute wie selbstverständlich zum Repertoire einer Garde. Mit einem perfekten Gardetanz eröffnete dann die RCC-Prinzengarde den Abend. Sie wurde später vom Publikum ein zweites Mal mit dem tollen Showtanz „König der Löwen“ ordentlich vom Publikum gefeiert.

Auf die Präsidentengarde mussten die Besucher am längsten warten. Fast ganz am Ende des vierstündigen Programms lieferten die Tänzerinnen ihren perfekt einstudierten Gardetanz ab. Dazwischen sorgte die RCC-Jugendgarde zunächst mit einem Gardetanz und später mit einem Showtanz zum Thema „Wenn ich groß bin …“ für Begeisterung, ohne Zugabe und so manchen Raketen durfte an diesem Abend keine Gruppe die Bühne verlassen.

Für einen spektakulären Auftritt sorgte der Homberger Stiefelclub, zunächst in hautengen Ganzörper-Gymnastikanzügen, dann mit einem getanzten Boxkampf und schließlich mit einer dreistöckigen Menschenpyramide. Mit Showtänzen heizten die Mitglieder des Michelbacher Carnevals und der Afföllergemeinde die Stimmung an. Leichtfüßig tanzte das RCC-Tanzpaar Tessa Wiegand und Max Pöltl über die Bühne und begeisterte mit schwierigen Hebefiguren und manch eingesprungenem Spagat. Dem stand RCC-Tanzmariechen Alissa Jansen in nichts nach. Bereits zum 33. närrischen Jubiläum stand die Gruppe „Federwische“ im vergangenen Jahr auf der Bühne. Sie war schon 1998 mit dabei und seither lange nicht mehr im Programm.

Rund 140 Akteure verwandelten die Mehrzweckhalle in einen närrischen Hexenkessel

Auch an diesem Abend sorgten die Frauen des erweiterten RCC-Vorstands mit heißen Samba-Rhythmen für Stimmung. Höhepunkte des Abends waren die Auftritte der beliebten „Klatschweiber“, trainiert von Marius Maus. Sie brachten am Ende mit der Hitparade das Publikum zum Toben. Eindrucksvoll stellten sie zum Beispiel Szenen aus dem Film „Titanic“ nach oder zeigten als Chippendales im String-Tanga viel nackte Haut.

Für ihre langjährige Arbeit auch hinter der Bühne wurden Gabi Diehl, Sören Luzius und Norbert Rausch mit dem Kampagneorden ausgezeichnet. Versteckt unter einem überdimensionalen Raupe-Nimmersatt-Kostüm sorgte das RCC-Männerballett „Die Flying Hippos“ für einen markanten Auftritt. Auf der Bühne angekommen, schlüpften die Männer als bunte Schmetterlinge unter der Raupen-Verkleidung hervor, flatterten tänzerisch über die Bühne.

Von Niederklein wanderten die „Gleer Tanzmädels“ nach Amerika aus und wechselten dazu blitzschnell ihre Kostüme. Der „Gleer Jung“ Christoph Grimmel kam an diesem Abend ohne Bütt aus, prüfte mit allseits bekannten Liedern die Textsicherheit des Publikums.

Rund 140 Akteure verwandelten die Mehrzweckhalle in einen närrischen Hexenkessel und nach dem großen Finale wurde bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert.

von Karin Waldhüter

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