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TSV bekommt wieder ein dichtes Dach überm Kopf

Förderbescheid TSV bekommt wieder ein dichtes Dach überm Kopf

Hessens Finanzminister Dr. Schäfer übergab dem TSV Ernsthausen einen Zuwendungsbescheid über 24000 Euro. Der Verein kann damit sein wichtiges Projekt angehen: die Sanierung des Sportheim-Dachs.

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Bürgermeister Michael Emmerich (von links), Ortsvorsteherin Annette Hahn, Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, TSV-Vorsitzender Reiner Schrauf, Norbert Ruhl aus der Stadtverordnetenversammlung und Landrätin Kirsten Fründt freuen sich über die Pläne des Sportvereins.Foto: Yanik Schick

Ernsthausen. Einsturzgefahr bestehe (noch) nicht, versicherte Reiner Schrauf schmunzelnd. Ein Statiker habe dies erst vor kurzem geprüft, so der Vorsitzende des TSV Ernsthausen. Trotzdem sei es an der Zeit, dass das aus dem Jahr 1953 stammende Dach des Sportheims endlich saniert wird. Bei Starkregen hat der Verein schon jetzt mit Wassereinbrüchen zu kämpfen. Schrauf hofft deshalb darauf, dass die notwendigen Arbeiten im August beginnen können. Aktuell laufen bereits die Ausschreibungen. Ende November soll dann alles fertig sein.

Die Frage der Finanzierung ist inzwischen geklärt. Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer überreichte dem TSV einen Zuwendungsbescheid über 24000 Euro, der aus dem Sonder-Investitionsprogramm „Sportland Hessen“ stammt. „Wenn man sich nicht um die Instandhaltung von Gebäuden wie diesen kümmert, verkommen sie zu reinen Schlafstätten“, erklärte Schäfer. „Wir möchten dem Verein daher die Möglichkeit geben, mit der Zeit zu gehen.“

Mit Unterstützung der Stadt Rauschenberg (29000 Euro), des Landkreises (6600 Euro), den Geldern der Vorsteuerrückerstattung (12500 Euro) sowie einem hohen Maß an Eigenmitteln und -leistungen (6500 Euro) kann der TSV Ernsthausen die insgesamt knapp 80000 Euro teure Investition schultern. Dabei sollen auch zwei Ballfangzäune hinter den Toren des Sportplatzes aufgestellt werden. Es sei also ein guter Tag für den gesamten Verein, befand Bürgermeister Michael Emmerich.

„Wir werden einige Heimspiele verlegen müssen“, blickte indes Schrauf bereits in die Zeit des Sportheim-Umbaus voraus. Das komplette Dachgebälk muss abgetragen und neu aufgebaut werden, auch die Innendecke wird zwecks Wärmedämmung erneuert. Das alles hätte eigentlich schon bei der letzten großen Sanierung des Sportheims im Jahr 1994 geschehen sollen, scheiterte damals allerdings aus Kostengründen.

Das Gebäude selbst ist bereits viel älter: ursprünglich hatte es dort nur einen großen Raum gegeben, der der Gymnastikabteilung des Vereins als Turnhalle, den Fußballern als Kabine diente. „Der größte Umkleideraum im ganzen Landkreis“, erinnerte sich Schrauf. Die Umwandlung in ein modernes Sportheim erfolgte größtenteils 1994. Schon seit einigen Jahren plante der Vorstand mit der Stadt den letzten wichtigen Schritt: die Erneuerung des Dachs. Im Juni 2013 wurden dazu die Anträge gestellt. „Man sieht, dass der Verein Engagement zeigt und die notwendigen Dinge selbst in die Hand nimmt“, sagte Landrätin Kirsten Fründt.

von Yanik Schick

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