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Syrische Künstlerin greift wieder zur Farbe

Ausstellung Syrische Künstlerin greift wieder zur Farbe

Mit ihrer 34. Weihnachtsausstellung geben die Mitglieder des Kirchhainer Künstlerkreises im Schaufenster der VR-Bank in der Borngasse noch bis zum 9. Januar 2017 einen Einblick in ihr Können.

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Uwe Eller (hinten, von links), Silvia Busch, Elke Berkmann, Hans-Heinrich Thielemann, Renate Heinzig (vorne links) und Cornelia Rausch gestalteten die Ausstellung in der VR-Bank.Foto: Waldhüter

Kirchhain. Seit dem Jahr 1982 gestaltet der Kirchhainer Künstlerkreis (KKÜ) alljährlich eine Weihnachtsausstellung. Für viele Bürger ist es fast schon eine lieb gewonnene Tradition, wenn sich alljährlich zur Weihnachtszeit ein Schaufenster in eine Kunstgalerie verwandelt und zum Stehenbleiben und Betrachten einlädt.

Die rund 50 Werke zählende Ausstellung zeigt die Arbeiten von 16 Mitgliedern des KKÜ - darunter Skulpturen, Collagen, Holzschnitzereien, Radierungen, Landschaftsmalereien und Aquarelle genauso wie Acryl- und Ölmalereien. Die Ausstellung steht unter keinem speziellen Thema, sondern lässt, wie Vorsitzender Hans-Heinrich Thielemann erläutert, jedem Einzelnen die künstlerische Freiheit, sich individuell darzustellen.

Mit der Gemeinschaftsausstellung verfolgt der KKÜ drei Ziele: Zum einen natürlich, die geschaffene Kunst zu zeigen und zu verkaufen. „Wir wollen aber auch die Integration unserer Mitglieder aus Syrien und Osteuropa erreichen“, Thielemann. Seit etwa einem Jahr sind die aus Syrien geflohene Künstlerin Mira Wardah und Anita Reitalu aus Kasachstan Mitglieder im KKÜ.

Nach Flucht malte Mira Wardah nur in schwarz-weiß

Um das Erlebte zu verarbeiten, hatte Mira Wardah bisher nur Bilder in schwarz-weiß gemalt. Seit etwa einem Vierteljahr malt die Syrierin wieder mit bunten Farben - beispielsweise eine Magnolie und rot leuchtende Mohnblumen. Erstmals zeigt sie solche Arbeiten auch in einer Ausstellung.

Fallende Blätter eines Gingko-Baumes hat Künstlerin Silvia Busch in den Mittelpunkt einer ihrer Arbeiten gesetzt. Sie gab ihm den Namen „Zuversicht“, weil der Gingko-Baum nicht nur als der älteste Baum gilt, sondern auch, weil schon knapp ein Jahr nach dem Abwurf einer Atombombe auf Hiroshima ein frischer Trieb aus dem völlig zerstört geglaubten Wurzelstock eines dortigen Ginkgos spross.

Mit verschiedenen Holzschnitzereien und selbst gefertigtem Schmuck stellt Renate Heinzig eigene Werke und die ihres verstorbenen Mannes Rainer Heinzig aus.

Neben Landschaftsmalereien, wie zum Beispiel einen Blick auf die Amöneburg, den Egon Dürfeldt gekonnt mit seinem Pinsel auf die Leinwand gebannt hat, sind auch Werke von Christian Barth zu sehen. Barth ist neues Mitglied im KKÜ und zeigt seine Kunst derzeit auch im Treppenaufgang der Sparkasse.

„Die Erfahrung zeigt, dass die Kirchhainer Bevölkerung nicht nur durch den Kunstmarkt auf uns aufmerksam geworden ist, sondern auch über diese Ausstellung spricht“, so Thielemann.

Wie in der Vergangenheit stellt der Kirchhainer Künstlerkreis auch in diesem Jahr den Reinerlös des Kunstmarktes, zu dem mehr als 1000 Besucher ins Bürgerhaus gekommen waren, für einen guten Zweck zur Verfügung und unterstützt damit den Kulturaustausch zwischen Musikklassen der Alfred-Wegener-Schule mit der Partnerschule in Teneriffa.

Die Weihnachtsausstellung zeigt neben den bereits genannten Künstlern auch Werke von Cornelia Euker, Kornelia Rausch, Monika Sohn, Hans-Heinrich Thielemann, Elke Berkmann, Uwe Eller, Alexander Suchow, Anita Reitalu, Stefanie Busch und Renate Huhn. Die Räumlichkeit stellt die VR-Bank HessenLand in Kirchhain dem Verein kostenlos zur Verfügung.

von Karin Waldhüter

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