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Suppenfest bringt Geld für Sanierung

Spendenaktion Suppenfest bringt Geld für Sanierung

Zum zweiten Male veranstaltete der Förderverein evangelische Stadt-kirche Rauschenberg ein Suppenessen von besonderer Art. Dort gesammelte Spenden helfen künftig bei der Kirchensanierung.

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Im „Haus der Begegnung“ kosteten Besucher die verschiedenen Suppen und spendeten danach für den Verein. Foto: Henkel

Rauschenberg. Ab 11.30 Uhr hatte das Gemeindehaus die Türen am Sonntag geöffnet und viele, nicht nur der Stadtkirche oder dem Glauben verbundene Rauscheneberger kamen zum Suppenessen. Mit Beendigung des Gottesdienstes war der Andrang dann so groß, dass alle Sitzplätze im „Haus der Begegnung“ belegt waren und die Besucher an den Stehtischen im Flur sich der Suppe ihrer Wahl widmeten.

Der Förderverein evangelische Stadtkirche bot gleich zwölf verschiedene Suppen an. Von indischer Linsensuppe über Chili con Carne bis zur heimischen Lauch-Kartoffelsuppe reichte das Angebot der allesamt gespendeten Köstlichkeiten.

Heimische Geschäfte unterstützten die Veranstaltung mit Würstchen, Brot und Brötchen. Einen Verkauf gab es nicht. Vielmehr bat der Förderverein um Spenden und die bekam er reichlich. „Beim ersten Suppenessen im vergangenen Jahr mögen es etwa 130 Personen gewesen sein“, berichtete Vereinsvorsitzender Reinhold Gamb. Diese Zahl wurde in diesem Jahr mit rund 150 Personen noch übertroffen. „Mit der Resonanz und dem Spendenergebnis von etwa 1000 Euro bin ich mehr als zufrieden“, freute sich Gamb über das gute Resultat.

Einziger Zweck des erst im März 2012 gegründeten Vereins ist das Einwerben von Spenden zur Sanierung des Mauerwerks der Kirche und Renovierung der in die Jahre gekommenen Orgel. An exponierter Stelle direkt neben dem einzigen noch vorhandenen Stadttor steht die Rauschenberger Stadtkirche. Mit ihrem hohen Glockenturm ab dem 13. Jahrhundert erbaut und später zweifach erweitert, ist sie eines der Wahrzeichen der mittelalterlichen Ackerbürgerstadt.

Die bisher letzte Renovierung des Mauerwerks vor etwa 30 Jahren war, wie sich erst später herausstellte, nur wenig nützlich. Damals hatte man darauf geachtet dass keine Nässe ins Mauerwerk eindringen konnte. Leider ist der Putz so undurchlässig, dass auch keine Feuchtigkeit nach außen gelangt. So konnte es dazu kommen, dass durch Feuchtigkeitsdruck von innen der Putz nach und nach von dem Mauerwerk der stattlichen Kirche fällt. Eine Kostenschätzung vor einigen Jahren hatte noch einen Betrag von 250000 Euro an voraussichtlichen Sanierungskosten ergeben. Vereinsvorsitzender Gamb schätzt, dass sich die Kosten inzwischen bereits auf rund 300.000 Euro belaufen könnten.

„Klar kann ein kleiner Verein mit aktuell 42 Mitgliedern eine solche Spendensumme nicht zusammen bekommen“, meint der gebürtige Rauschenberger. „So ist es wichtig, dass wir mit unseren Aktionen das Landeskirchenamt auf uns aufmerksam machen, um die Rauschenberger Stadtkirche auf die offizielle Sanierungsliste zu bekommen.“

Durch ihre bisherigen Aktionen und Spendenwerbung hat der Förderverein bereits die stattliche Summe von 15000 Euro zusammenbekommen. Der Vereinsvorstand möchte die Spendengelder nicht in einen Topf mit den Sanierungsmitteln werfen. „Wir suchen nach einem Teilbereich, um unseren Spendern später sagen zu können: Das habt ihr alleine durch eure Spenden erreicht“, sagte Gamb gegenüber der OP.

von Heinz-Dieter Henkel

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