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Sturm zerstört Kirchendach

Kirchhain Sturm zerstört Kirchendach

In Kirchhain ist ein Teil des Dachs der katholischen Pfarrkirche St. Elisabeth durch einen Sturm abgedeckt worden. Als die Windböe das Dach der Kirche in der Hindenburgstraße erfasste, war Pater Josua mit Gemeindemitgliedern gerade dabei, einen Gottesdienst vorzubereiten.

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Quelle: Michael Rinde

Kirchhain. Ein lautes Scheppern war zu hören, dann war der Schaden bereits von außen offensichtlich. Direkt in Höhe des Kirchturmes klaffte gestern Nachmittag ein riesiges Loch im Dach. Die Windböe war so stark, dass sie Ziegel wie auch Teile des Dachgebälks auf die Hindenburgstraße schleuderte. Ein geparktes Auto wurde nach Angaben der Polizei leicht beschädigt.

Die Menschen im Kircheninneren kamen mit einem Schrecken davon, Fußgänger waren glücklicherweise nicht unterwegs. Unmittelbar danach drang an mehreren Stellen Wasser in das Kirchenschiff. Pater Josua und weitere Gemeindemitglieder verständigten umgehend Feuerwehr, einen Zimmereibetrieb und Dachdecker.

Gottesdienst soll bereits morgen wieder stattfinden

Die größte Sorge galt über einen längeren Zeitraum der Kirchenorgel, die die Gemeinde erst im vergangenen Jahr hatte sanieren lassen. Ein Orgelbaumeister überwachte die komplizierte Absicherung, die am Abend gelang. Während der Arbeiten kam es immer wieder zu starken Regenfällen. Ein zunächst geschockter Pater Josua fand schnell die Fassung wieder: „Wenn alles gut läuft, werden wir am Dienstagmorgen in der Kirche wie geplant Gottesdienst feiern können“, sagte er gegenüber der OP. Sicher war das bei Redaktionsschluss aber noch nicht. Für den Rest der Karwoche und das nahe Osterfest werde es sicher eine Lösung geben, sagte Pater Josua.

Wie hoch der glücklicherweise versicherte Schaden ausfallen wird, ließ sich gestern noch nicht beziffern. Dachdecker und Zimmerleute sicherten bis in die Abendstunden weitere Teile des Daches, wo sich Ziegel und Balken ebenfalls zu lösen drohten. In Höhe des klaffenden Loches gelagertes Inventar dürfte wohl verloren sein. Pater Josua sprach gestern unter anderem von alten Messgewändern. „Ausgerechnet in der Karwoche“, sagte er beim Blick auf den Schaden am Dach immer wieder, um gleich darauf Handwerker und Feuerwehr bei ihrer Arbeit weiter zu unterstützen.

Hindenburgstraße gesperrt

Mitarbeiter des Kirchhainer Bauhofes und Feuerwehrleute räumten die großen Mengen Schutt von der Fahrbahn. Die Hindenburgstraße blieb deshalb gesperrt. Die Feuerwehr Niederwald musste außerdem einen umgestürzten Baum an der Auffahrt zur Bundesstraße 62 von der Fahrbahn holen. In der Frankfurter Straße war ebenfalls ein Baum umgeknickt, dort war die Kernstadt-Wehr im Einsatz. Insgesamt, so Einsatzleiter Thorsten Thierbach, kamen 25 Feuerwehrleute gestern Nachmittag zum Einsatz. „Unsere Hauptaufgabe an der Kirche bestand im Sichern und dem Unterstützen der Fachleute“, fasste er zusammen.

In Schweinsberg musste ebenfalls ein Baum durch die Feuerwehr von der Straße geholt werden. Ansonsten hätte sich der Sturm auf das Kirchhainer Stadtgebiet konzentriert, hieß es gestern Abend von der Leitstelle der Feuerwehren in Marburg.

Die größte Sorge galt über einen längeren Zeitraum der Kirchenorgel, die die Gemeinde erst im vergangenen Jahr hatte sanieren lassen. Ein Orgelbaumeister überwachte die komplizierte Absicherung, die am Abend gelang. Während der Arbeiten kam es immer wieder zu starken Regenfällen. Ein zunächst geschockter Pater Josua fand schnell die Fassung wieder: „Wenn alles gut läuft, werden wir am Dienstagmorgen um 9 Uhr in der Kirche wie geplant Gottesdienst feiern können“, sagte er gegenüber der OP. Auch für den Rest der Karwoche und das nahe Osterfest werde es eine Lösung geben. 

Wie hoch der glücklicherweise versicherte Schaden ausfallen wird, ließ sich gestern noch nicht beziffern. Dachdecker und Zimmerleute sicherten bis in die Abendstunden weitere Teile des Daches, wo sich Ziegel und Balken ebenfalls gelöst hatten. 

von Michael Rinde

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