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Stützpunkt rückt mehr in den Fokus

JHV Stützpunkt rückt mehr in den Fokus

Neuwahlen standen in diesem Jahr nicht auf dem Plan, dafür ging es bei der Hauptversammlung von Stadtallendorfs Wehren um andere Themen: mehr Einsätze und alte Gerätehäuser.

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Kreisbrandmeisterin Conny Fackert (von links), Christian Somogyi, Daniel Prinz, der zum stellvertretenden Erksdorfer Wehrführer ernannte Heiko Rauch und Uli Weber. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Schon seit einigen Jahren stehen die Feuerwehrgerätehäuser in Hatzbach, Erksdorf und der Kernstadt im Blickpunkt. Sie bedürfen einer dringenden Erneuerung. Wie die OP erfuhr, regt sich in den Wehren vereinzelt Unmut, weil sich die angestrebten Neubau- und Sanierungsarbeiten zum Nachteil der Kameraden hinziehen (die OP berichtete mehrfach). Bürgermeister Christian Somogyi nutzte deshalb die Gelegenheit, die rund 120 Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung der Stadtallendorfer Feuerwehren über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.

Zunächst ist der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Hatzbach an der Reihe. Den Spatenstich für das rund 660000 Euro kostende Projekt kündigte Somogyi für Anfang Mai an. Ziel laut Baustellenplan ist es, die Arbeiten bis zum Ende des Jahres abzuschließen. Hatzbachs Feuerwehrleute warten bereits sehnlich darauf, schließlich ist das momentane Haus unter anderem zu klein und schlecht isoliert. Darüber hinaus gibt es Probleme mit der Feuchtigkeit.

Auch das Feuerwehrgerätehaus in Erksdorf entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen, sagte Stadtbrandinspektor Uli Weber. Der Baubeginn ist für das Jahr 2017 vorgesehen. Die Kosten werden ebenfalls auf rund 660000 Euro veranschlagt.

Weiterhin sehr großer Handlungsbedarf besteht indes in der Kernstadt. „Da platzt unser Gerätehaus aus allen Nähten. Auch energetisch ist es nicht auf dem neuesten Stand“, fand Webers Stellvertreter Daniel Prinz klare Worte. Zudem kommen perspektivisch durch den Weiterbau der A49 neue Herausforderungen auf die Mitte-Wehr zu. Sie wird bei schweren Autounfällen alarmiert werden und muss sich deshalb „breiter aufstellen“, so Prinz.

Hinsichtlich der Gebäude­sanierung sprach Bürgermeister Somogyi von Kosten zwischen vier bis sechs Millionen Euro. Die grobe Planung, unter anderem die Erstellung eines Raumbedarfskonzepts, ist inzwischen im Gange.

Im kommenden Jahr sollen die Ausschreibungen beginnen. „Wenn alles glatt läuft, können wir im Frühjahr 2017 mit der Sanierung anfangen“, prognostizierte Weber. Der Stadtbrandinspektor warf jedoch auch einen Blick zurück auf das vergangene Jahr. 107 Einsätze - und damit deutlich mehr Alarmierungen im Vergleich zum Vorjahr - hatten die Stadtallendorfer Wehren zu bewältigen. Besonders erinnerte Weber an den Wohnhausbrand „In der Spaltanlage“ im März. Die beteiligten Kameraden hätten den Einsatz gut überstanden. „Es gab keine Verletzten - auch deshalb, weil wir zu keiner Zeit eine Personalknappheit hatten.“ Daneben waren die Stadtallendorfer Feuerwehren als Teil des Katastrophenschutzes beim Aufbau des Flüchtlingscamps im September beteiligt. Bürgermeister Somogyi lobte die Arbeit der Wehren: Sie seien „sehr professionell und sehr gut aufgestellt“. Derzeit verfügen die Einsatzabteilungen über 219 Feuerwehrleute.

Daniel Prinz warb offensiv dafür, dass Interessierte der Feuerwehr beitreten - egal ob als Erwachsener oder Jugendlicher. Angesichts der Vielzahl an Einsätzen benötigten die Stadtallendorfer Feuerwehren auch in Zukunft einen stabilen Personalstand.

Ernennungen

Benjamin Schmidt (Wehrführer Erksdorf), Heiko Rauch (stellvertretender Wehrführer Erksdorf) wurden beide offiziell ernannt.

von Yanik Schick

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