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Stürme überstanden, Akzente gesetzt

Grundschule Rauschenberg Stürme überstanden, Akzente gesetzt

Mit einem großen Sommerfest und einer bebilderten zeitgeschichtlichen Ausstellung feierte die Grundschule Rauschenberg das 60-jährige Bestehen des Schulgebäudes in der Siedlungsstraße.

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Der vor einem Jahr gegründete Schulchor hat seinen ersten öffentlichen Auftritt beim Fest zum 60-Jährigen.

Quelle: Karin Waldhüter

Rauschenberg. „Unsere Schule hat kein Segel und sie fährt nicht auf dem Ozean, aber wie ein Schiff auf großer Reise hat sie manchen Sturm erlebt in all den Jahren“, sang der vor einem Jahr gegründete Schulchor, um die Grundschule Rauschenberg musikalisch zu beschreiben.

Vor einem Jahr hatte sich der 22-köpfige Schulchor mit Schülern der Klassen zwei bis vier unter der Leitung von Vera Kirchschläger gebildet. Der Chor stand an diesem Tag zum ersten Mal vor so großem Publikum im Mittelpunkt.

Bewusst hatten die Verantwortlichen auf einen großen Festakt verzichtet und stattdessen ein Fest für die gesamte Schulgemeinde unter dem Motto „Zeitreise - Spiele und Sport früher und heute“ organisiert, wie Schulleiterin Nicoletta Pfrommer berichtete.

Anbauten, Umbauten und Sanierungen

Bei herrlichstem Sommerwetter begrüßte sie am Freitagnachmittag hunderte Besucher auf dem Schulhof. „Ich denke, dass die Identifikation mit der Schule groß ist“, sagte Pfrommer mit Blick auf die vielen Besucher Seit 26 Jahren ist Nicoletta Pfrommer Schulleiterin. „Das erfüllt mich mit sehr viel Stolz, wenn man sieht, was sich ereignet und verwandelt hat“, erklärte Pfrommer in ihrer Ansprache. In den vergangenen 25 Jahren erfolgten an der Grundschule bauliche Veränderungen wie An- und Umbau und Sanierungsarbeiten. Die Grundschule Rauschenberg umfasst derzeit die Jahrgangsstufen eins bis vier an den Standorten Rauschenberg und Bracht. In Rauschenberg werden derzeit etwa 95 Schüler unterrichtet, in Bracht sind es etwa 35 Schüler in zwei kombinierten Klassen.

Im Anschluss zeigten die Schüler der Klasse 4a Sportunterricht, wie er zu Turnvater Jahns Zeiten üblich war. In Ringelshirts und zu Trillerpfeifenkommandos von Sportlehrerin Marina Kattenborn zeigten die Schüler verschiedene akrobatische Übungen. Unterstützung leistete Hausmeister Hermann Hammer, der auch bei vielen Vorbereitungen mitgeholfen hatte.

Später brachten auch die Brachter Schüler Lieder auf die Bühne. Als „Bonbon“ hatte Ludwig Pigula eine reich bebilderte zeitgeschichtliche Ausstellung organisiert, die bis in das Jahr 1909 zurückreichte. Darunter waren Zeitungsausschnitte und historische Bilder der „Wechselklasse“, die 1955/56 als erste Schulklasse von der alten Dorfschule in das neue Schulgebäude umgezogen war.

Zwölf Ehemalige des Jahrgangs 1955/56 kamen

Ursula Bromm hatte ein Ehemaligentreffen organisiert und alle Schüler der „Wechselklasse“ eingeladen. Zwölf Klassenkameraden des Jahrgangs 1955/56 waren der Einladung gefolgt, freuten sich über die ausgestellten Bilddokumente und tauschten rege Erinnerungen aus. „Bei ganz vielen Bildern konnten noch Daten und Namen hinzugefügt werden“, freute sich Pigula über das rege Interesse.

Ergänzt wurde die Ausstellung von einer Diashow und Schulfotos von früher bis heute, die der Elternbeiratsvorsitzende Matthias Schmidt vorbereitet hatte. Schmidt war es auch, der im Namen des Elternbeirats zur Unterstützung der Petition „Keine Stellenstreichung an Hessens Schulen“ aufrief und für Unterschriften warb.

Über die einzelnen Klassen war die Organisation der umfangreichen Essens- und Spielstände erfolgt. Viele Eltern packten tatkräftig mit an und betreuten auf dem gesamten Schulgelände die einzelnen Stände. Außerdem gab es noch Selbstgebasteltes zu kaufen, das von Kindern im Kunst- und Werkunterricht hergestellt worden war.

von Karin Waldhüter

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