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Strukturen ändern, um zum Sparen anzuhalten

OP-Gespräch Strukturen ändern, um zum Sparen anzuhalten

Die OP befragt die Spitzenkandidaten der in Stadtallendorf antretenden Parteien und einer Wählergemeinschaft in kurzen Interviews. Zum Auftakt bezieht Ilona Schaub (CDU) Position.

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Ilona Schaub ist Spitzenkandidatin der Stadtallendorfer CDU. Das Foto entstand während der Sondersitzung des Stadtparlaments. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Ilona Schaub gehört dem Stadtparlament seit 1. April 2001 an. Seit dem 10. November 2014 ist sie Stadtverordnetenvorsteherin.

OP: Braucht die Stadtallendorfer CDU in der nächsten Legislatur einen festen Koalitionspartner?

Ilona Schaub: Natürlich gab es in unserer Fraktion schon Gespräche darüber, wie man sich nach der Wahl verhalten könnte. Aber da möchte ich niemandem vorgreifen, das wird Entscheidung derjenigen sein, die der nächsten CDU-Fraktion angehören werden. Unser Ziel ist es erst mal, bei dieser Wahl wieder die stärkste Fraktion zu werden.

OP: Sie haben angekündigt, dass die CDU bei Sachleistungen und Personal künftig sparen will. Was heißt das konkret?

Schaub: Zunächst einmal muss niemand in der Verwaltung um seine Stelle fürchten. Wir haben eine erhebliche Steigerung bei den Personalkosten von einem Haushalt zum anderen. Manches ist gegenfinanziert, etwa durch Zuschüsse durch das Land beim Kindergartenförderungsgesetz oder weil wir eine Erstaufnahmeeinrichtung haben. Aber das, was übrig bleibt an Kostensteigerung, muss gedeckelt werden. Bei den allgemeinen Sachleistungen wollen wir auf eine bessere Prüfung schauen, etwa bei Renovierungen oder Energiekosten, um zwei Beispiele zu nennen. Darum ist es unser Wunsch, strukturelle Veränderungen durchzusetzen, etwa durch feste Budgets für einzelne Produkte im Haushalt, um die Verwaltung zum Sparen anzuhalten, denn auch hier sollte die Kostenentwicklung gedämpft werden. Als Fazit würde ich gerne festhalten: Einsparungen überall da, wo sie möglich sind, auch weil wir als Stadt nachgesagt bekommen, wir hätten kein Einnahme- sondern ein Ausgabeproblem. Ziel ist immer ein ausgeglichener Haushalt, um handlungsfähig zu bleiben, ohne die Bürger über Gebühr zu belasten.

OP: Nach der Wahl steht eine Verringerung der Zahl der städtischen Gebäude an. Derzeit sind es 63. Welche Gebäude sind für die CDU entbehrlich?

Schaub: Auf welche Gebäude man verzichten kann, das muss die kommende Diskussion erst zeigen. So weit sind wir noch nicht. Aber alle Immobilien der Stadt gehören hinsichtlich ihrer Kosten auf einen Prüfstand, auch um zu schauen, wo es Potenziale gibt, Räume gemeinsam zu nutzen und an anderer Stelle vielleicht aufzugeben.

OP: Wie steht es um das Verhältnis von CDU-Fraktion und SPD-Bürgermeister Christian Somogyi nach der Wahl am 6. März?

Schaub: Ich glaube gut, also sachlich und konstruktiv. Wir als CDU werden immer bemüht sein, mit dem Bürgermeister, egal, welchen Namen er trägt und welcher Partei er gerade angehören mag, gut zusammenzuarbeiten. Das gilt übrigens auch für die Arbeit mit allen anderen Fraktionen im Stadtparlament.

von Michael Rinde

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