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Stressig und brutal - aber sehr schön

Rollender Weihnachtsmarkt Stressig und brutal - aber sehr schön

Zwei Tage lang rollte diesmal der Wohrataler Weihnachtsmarkt anlässlich seines 15-jährigen Bestehens durch die Gemeinde - mit 400 Bratwürsten und 250 Liter Glühwein im Gepäck.

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Während Stephan Dawedeit (rechtes Bild, rechts) für Glühwein-Nachschub sorgt und der ein oder andere Bürger das Heißgetränk bereits genießt (Mitte), kämpft Jens Ratz (linkes Bild, rechts) mit Hitze und Rauch. Davon unbeeindruckt serviert Stefan Gilsebach

Halsdorf. „Eigentlich sollte der rollende Weihnachtsmarkt ja eine einmalige Veranstaltung sein“, erzählt Jens Ratz lachend, während er das nächste Bratwürstchen von dem weihnachtlich erleuchteten Traktorenanhänger herunterreicht. Dass es dazu nicht gekommen ist und sich der Markt zu einer Kultveranstaltung in der Gemeinde Wohratal entwickelt hat, ist dem unermüdlichen Einsatz der Mitglieder des Stammtisches „Komm mach mit - tratsch dich fit“ zu verdanken. Ob Kälte, Wind, Eis, Schnee oder glatte Straßen: Der Weihnachtsmarkt war all die Jahre unterwegs, um den Menschen in Hertingshausen, Halsdorf, Wohra und Langendorf vorweihnachtliche gesellige Stunden mit Glühwein und gegrillter Bratwurst zu bringen, Freude zu verbreiten und zudem noch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der vier Ortschaften zu stärken.

Elf Mitglieder waren diesmal zwei Tage lang unterwegs: Jeder kennt seine Aufgaben, und der Aufbau der Tische und der Musikanlage und das Grillen der Bratwurst geht ruckzuck.

Alles für den guten Zweck

Doch bevor der festlich beleuchtete Traktor in den Ortschaften hält, hat das vorausfahrende Versorgungsfahrzeug für Wasser, Strom und heißen Glühwein gesorgt. Denn oft wird der „Rollende Weihnachtsmarkt“ von den Besuchern bereits erwartet - und dann muss es schnell gehen.

„Es ist stressig und brutal in der Vorweihnachtszeit, aber die lachenden Gesichter sind Entschädigung genug“, sagt Ratz. Insgesamt 400 Bratwürstchen und rund 250 Liter Glühwein und diverse andere Getränke hat der rollende Weihnachtsmarkt diesmal unter die Leute gebracht haben. Last-Minute-Geschenke waren nicht mehr dabei. „Das hat sich letztendlich nicht gerechnet: Wir haben die Keller leer geräumt und die Sachen an Kindergärten gespendet“, erzählt Ratz.

Dafür dauerten die Aufenthalte diesmal länger, so blieb mehr Zeit für Geselligkeit. Friedhelm Leonhäuser, Stephan Dawedeit, Helmut Kauffeld, Bernd Bubenheim, Norbert Kischnik, Joschka Dehmel, Frank Wieschalla, Tristan Dommel, Guido Hammer, Stefan Gilsebach und Jens Ratz hatten zwar alle Hände voll zu tun, doch der Dank war ihnen gewiss. „Ich finde es toll, jedes Jahr hierher zu gehen. Es steckt viel Arbeit in den Vorbereitungen und ich finde es klasse, dass sich die Männer jedes Jahr die Arbeit machen“, lobt Sigrid Heinze, die aus Wohra zum Halt in Halsdorf gekommen war, am Samstag in ihrem Heimatdorf aber auch nicht fehlte.

Und der gute Zweck kommt auch nicht zu kurz: „In all den Jahren haben wir rund 5000 Euro aus dem Erlös an Kindergärten und Schule gespendet“, berichtet Ratz. Auch in diesem Jahr kommt der Reinerlös des Marktes wieder Kindern in Wohratal zugute.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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