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Grosse Pläne

Straßenmalerfestival soll wachsen

Kein Zweifel: Das Straßenmalerfestival in Neustadt ist beliebt - allerdings eher regional, wenn nicht gar lokal. Die Organisatoren wollen mehr, doch dafür fehlt das Geld. Bisher zumindest.
Auf Beiträge Gregor Wosiks, wie den 3D-Adler, müssen die Neustädter in diesem Jahr verzichten – nicht aber auf solche des talentierten heimischen Nachwuchses.Privatfotos

Auf Beiträge Gregor Wosiks, wie den 3D-Adler, müssen die Neustädter in diesem Jahr verzichten – nicht aber auf solche des talentierten heimischen Nachwuchses.Privatfotos

Neustadt. Am 30. und 31. August findet das Straßenmalerfestival zum sechsten Mal statt. Am Anfang war eine ähnliche Veranstaltung in Geldern das große Vorbild - nun wollen die Neustädter den Nordrhein-Westfalen quasi den Rang ablaufen.

Allerdings fehlt einmal mehr das, was den Menschen immer mal wieder die Sorgenfalten auf die Stirn treibt: das Geld. Die Ausrichter in Geldern würden externe Profi-Straßenmaler nicht bezahlen. Das sei dort die Philosophie, entsprechend springen die Profis ab, erklärt Roswitha Trümpert. Die Neustädter würden diese Künstler gerne über die Finanzen anlocken, um die eigene Veranstaltung zu einem überregional interessanten Fest zu machen, könnten dies aber nicht wie gewünscht, erläutert die Vor­sitzende des Arbeitskreises Straßenmalerfestival.

250 bis 300 Euro sowie freie Kost und Logis - damit locken die Neustädter die Profis bisher. Das sei zwar eine akzeptable Summe, aber eigentlich nicht genug, um die Künstler sicher zu verpflichten. Komme ein besseres Angebot, so erhalte dies verständlicherweise den Zuschlag, sagt Trümpert und ergänzt: „Mit 500 Euro sowie Unterkunft und Verpflegung wären wir gut dabei.“

Dafür fehlten allerdings die größeren Sponsoren. Die Mitglieder des Arbeitskreises seien viel unterwegs, um Gelder einzuwerben, und Neustadts Geschäftsleute würden auch Beiträge leisten - aber es müssten höhere Summen her, die gesichert Jahr für Jahr fließen. „Es geht nicht ohne Bezahlung. Die Maler haben alleine schon Kosten für Anreise und Material und müssen von dem Geld leben. Noch dazu können sie im Winter nichts verdienen“, fügt Karl-Joseph Lemmer, der Schriftführer des Arbeitskreises, hinzu.

In diesem Jahr haben zum Beispiel Gregor Wosik und Melina Berg (und mit ihr Vater Wilfried) bessere Angebote vorgezogen. Es sei zwar schade, auf diese Künstler, die seit vielen Jahren in Neustadt dabei waren, verzichten müssen, aber verständlich, betont Trümpert. Sie habe versucht, Ersatz zu beschaffen: Zwei italienische Straßenmaler hätten allerdings noch nicht geantwortet.

Doch es gibt auch Profis, die bereits ihre Zusage gegeben haben: Neben Marion Ruthardt sind das Udo Lindenthal, Lokalmatador Stefan Pollack und der ehemalige Neustädter Nikolaj Arndt.

Hinzu kommen diverse Kinder und Jugendliche - und die sind in jedem Fall ein Aus­hängeschild des Neustädter Straßenmalerfestivals. „Einige Profikünstler sagten mir schon, dass Neustadts Nachwuchs sehr talentiert sei“, sagt Trümpert. Lemmer unterstreicht das und betont: „Deswegen wollen wir unsere Jugendlichen unbedingt halten, fördern und zusehen, dass sie sich weiterentwickeln.“ Für letzteres wäre es natürlich ebenfalls gut, Profis bei der Arbeit beobachten zu können, von denen sie sich etwas abschauen könnten.

Die Neustädter verzichten weiterhin darauf, Eintritt zu nehmen. Stattdessen setzen sie auf ihre Anstecker, die sie gegen Spende an all jene verkaufen, die als Förderer fungieren wollen. Eine Band lassen sie ebenfalls nicht mehr auftreten: „Die Maler finden es unpraktisch, wenn sie sich nicht mit den Besuchern unterhalten können. Außerdem sind die Besucher ohnehin die meiste Zeit in der Marktstraße unterwegs und schauen sich Bilder an“, erläutert Lemmer.

Gefeiert wird trotzdem: Die Bürgerwehr veranstaltet am Samstag, 30. August, im Hof des Hauses der Vereine ihr zweites Bierfest. Die zum Verein gehörenden Biedermeierfrauen laden sonntags dann ins historische Rathaus in ihr Café ein. Auch da gibt es also etwas für die Augen: Zum einen die Neustädterinnen in ihren auffälligen Kleidern, zum anderen eine Bilderausstellung des Schwalmstädters Lutz Klapp.

Anmeldungen von Malern werden im Rathaus entgegengenommen - es gibt sieben Gruppen, die von Kindergartenkindern bis zur Meisterklasse reichen. Kontakt: 06692/89-0 oder lemmer@stadt-neustadt-hessen.de

von Florian Lerchbacher

[Florian Lerchbacher]

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