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Straßenmaler finden prominente Förderer

Band "Pur" sponsort Profi Straßenmaler finden prominente Förderer

Der Arbeitskreis Straßenmalerfestival hat in den vergangenen Wochen und Monaten einige Veränderungen auf den Weg gebracht. Unter anderem soll es im August erstmals einen Publikumspreis geben.

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Kinder sollen am 27. und 28. August wahrscheinlich wieder Bilder zu einem bestimmten Thema malen – so wie während des Neustadt-Treffens vor fünf Jahren, als sie die Wappen der teilnehmenden Städte und Gemeinden auf den Asphalt zauberten.Archivfoto

Neustadt. Es sind zwar noch gut zweieinhalb Monate bis zum achten Neustädter Straßenmalerfestival - doch die Vorbereitungen laufen im gleichnamigen Arbeitskreis schon auf Hochtouren. Vorsitzende Roswitha Trümpert hat bereits Zusagen der Profis Marion Ruthardt, Gregor Wosik, Elke und Jürgen Janßen, Ruth Brauer, Wilfried Berg, Christiane Jesse-Richardson und der Familie Richter - und vom Neustädter Eigengewächs Stefan Pollack sowie vom ehemaligen Neustädter Nikolaj Arndt.

Letzterer plant übrigens, nicht nur ein dreidimensionales Bild auf der Straße zu malen, sondern sein Werk sogar auf Häuserwände ausufern zu lassen. Außerdem wird Kerim Musanovic aus Sarajevo am 27. und 28. August erstmals seine Kunst auf die Marktstraße bringen.

Band „Pur“ kommt für die Kosten auf

Maler, die oftmals in Neustadt aktiv sind, hatten während einer anderen Veranstaltung vom Straßenmalerfestival geschwärmt - woraufhin der Bosnier Interesse an einer Teilnahme bekundete. Trümpert machte sich sofort auf die Suche nach einem Sponsor - und wurde im Freundeskreis fündig: Hartmut Engler und die Band „Pur“ kommen in diesem Jahr für die Kosten auf - werden aber aufgrund einer Tournee persönlich nicht beim Festival anwesend sein. „Ich habe angerufen und nachgefragt - und Hartmut Engler und das Management waren sofort begeistert und sagten ihre Unterstützung zu“, berichtet Trümpert.

Die Vorsitzende hat sich überlegt, Künstlern, die das erste Mal dabei sind, über Sponsorengelder eine höhere Gage zu zahlen, um sie anzulocken - und sie für das Festival so zu begeistern, dass sie auch für weniger Geld in den folgenden Jahren mitmachen. Musanovic werde ein 3-D-Bild malen und eventuell das Pur-Logo integrieren, ergänzt sie.

Doch es gibt noch weitere Neuerungen: Erstmals wollen die Neustädter einen Publikumspreis vergeben. Hans Fuhsy hat dafür extra einen QR-Code entwickelt, um das Abstimmen einfacher zu machen - aber auch Festivalbesucher ohne Smartphone können an der Wahl teilnehmen: klassisch per Stimmzettel. Fuhsy, Systemadministrator bei der Bundespolizei und mithin Experte für Projekte wie dieses, hat zudem eine eigene Festival-Homepage eingerichtet.

Arbeitskreis will Flüchtlinge integrieren

Für dieses Jahr hat sich der Arbeitskreis außerdem vorgenommen, Flüchtlinge zu integrieren. Schon im vergangenen Jahr sei dies geplant gewesen, sagt Trümpert: „Aber da trauten sich die Menschen nicht, in die Innenstadt zu kommen und malten stattdessen in der Erstaufnahmeeinrichtung.“ Sie sei sich sicher, dass Straßenmaler aus anderen Ländern nicht nur für Bereicherungen aus optischer Sicht sorgen: „Es gibt beim Malen genug Zeit, um sich zu unterhalten und Vorurteile - von denen es viel zu viele gibt - abzubauen.“

Es ist auch vorgesehen, wieder mit Schulen Aktionen zu starten. Ein angedachtes Thema lautet „Kinder dieser Welt“. Hinzu kommt eine Ausstellung im historischen Rathaus, in dem der Mardorfer Werner Eismann seine Werke zeigt - und die Neustädter „Biedermeier-Frauen“ wieder ein Café einrichten. Vor dem Gebäude werde es diesmal auch Sitzgelegenheiten geben: „Wir wollen die Gäste ja auch ein bisschen beim Festival halten“, sagt Trümpert und gibt zu, dass dies im vergangenen Jahr fehlte.

Zu guter Letzt hofft sie noch, dass sich weitere Helfer für die beiden Tage des Festivals finden: „Die Aufgaben sind überschaubar. Das ist eine gute und einfache Sache - sehr gut geeignet für den Einstieg in die Ehrenamtsarbeit.

Weitere Infos gibt es auf der neuen Homepage www.strassenmaler-neustadt.de.

von Florian Lerchbacher

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