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Storchennachwuchs in allen fünf Nestern

Radenhäuser Lache Storchennachwuchs in allen fünf Nestern

Auf den fünf Storchenmasten an der Radenhäuser Lache tut sich was. Die Weißstörche haben alle Nachwuchs. Dies sehr zur Freude von Vogelschützer Robert Cimiotti, der die Radenhäuser Lache betreut.

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Deutlich erkennbar sind die beiden Jungvögel in einem der fünf Nester in der Radenhäuser Lache.

Quelle: Alfons Wieber

Ostkreis. Cimiotti zeigte Apotheker Thomas Hoos, Inhaber der Kirchhainer Storchenapotheke, vom Beobachtungsstand am Rande der Lache aus die junge Brut in den fünf Nestern. Auf Cimiottis Initiative wurden ab 2007 in dem Naturschutzgebiet Nisthilfen für Weißstörche gebaut. Seitdem nimmt die Storchenpopulation an der Lache von Jahr zu Jahr zu.

Die Gründe dafür sind nach Angaben des Fachmannes vielfältig. Für Cimiotti ist neben den Nisthilfen die Verbesserung des Nahrungsangebots für diese Entwicklung entscheidend. Die Vernässung und Rekultivierung von Wiesenflächen rund um Kirchhain hätten das Nahrungsangebot für Meister Adebar deutlich verbessert.

Zudem wirkt sich das neue Zugverhalten der Weißstörche positiv auf die Population aus. Die „westlichen Zieher“ flögen im Herbst nicht mehr nach Afrika, überwinterten in Spanien. „Einige bleiben auch ganz hier und überwintern an der Lache und im Ohmtal“, stellt Cimiotti fest. Zum Schutz gegen Waschbären wurde deshalb auch je ein Metallkragen an den Masten angebracht, der das Besteigen durch die kleinen Räuber sicher verhindert.

Fünfmal Nachwuchs

Fünf Storchenpaare brüten derzeit mit Erfolg an der Lache und haben schon Küken. „Deren Zahl ist schwierig zu bestimmen. Aber es sieht so aus, als hätten alle Paare zwei bis drei Küken“, freut sich Cimiotti nach einem Blick durch sein Spektiv. Im vergangenen Jahr war ein Nest durch einen heftigen Sturm heruntergefallen. Glücklicherweise war gerade kurz davor eine weitere Plattform installiert worden. Das von seinem ursprünglichen Platz vertriebene Storchenpaar hat das neue Nest umgehend angenommen und zieht dort derzeit zwei Jungtiere groß. „Dank der Patenschaft von Thomas Hoos, der den Bau finanziell unterstützt hat, war die Umsetzung von Erfolg gekrönt“, sagte Cimiotti. Zwei weitere durch Sturm „Niklas“ in Schieflage gebrachte Nistmasten sollen sofort nach der Brutsaison gerichtet werden, kündigte Cimiotti an. „Zurzeit würden die Paare zu sehr gestört. Das könnte fatale Folgen für die Jungvögel haben und wäre auch nicht zu verantworten“, erklärte Cimiotti.

Weitere Brutpaare im Südkreis

Eine weitere Brutstelle findet sich an der Rülfaue zwischen Amöneburg und Roßdorf. Auch der in der Kleinseelheimer Gemarkung gesetzte Mast verspricht für Adebar gute Chancen. Für diesen Standort hat sich ein Storchenpaar entschieden, das noch mit dem Nestbau beschäftig ist, wie diese Zeitung berichtete. Auch im Erksdorfer Biotop zieht ein Storchenpaar zwei Jungtiere groß.

Weitere Brutpaare haben sich auch im südlichen Kreisgebiet bei Rauischholzhausen, Niederwalgern und Fronhausen etabliert.

von Alfons Wieber

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