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Theater Stets in Kontakt mit Gästen

Es gab zwar noch einige andere Veranstaltungen, dennoch kamen rund 50 Besucher ins historische Rathaus, um die Brüder Wilhelm und Jakob Grimm in einer Theatervorstellung zu erleben.

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Stefan Becker widmete sich als Wilhelm Grimm dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“.Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. Stefan Becker und Carlo Ghiradelli vom Spielraumtheater in Kassel schlüpften in Neustadt zum dritten Mal in die Rolle der Brüder Grimm. Becker spielte Wilhelm Grimm, Ghiradelli dessen Bruder Jacob. Die beiden Schauspieler sind in der Stadt schon so bekannt und beliebt, dass einige Besucher sie schon an der Tür des historischen Rathauses begrüßten.

Den Kontakt zum Publikum nehmen die Schauspieler gerne wahr. Nicht nur bei der Begrüßung, sondern auch in Gesprächen während der Pause verdeutlichten sie, wie sie die Rolle der Brüder Grimm leben.

Bei ihren Vorstellungen, die eine Mischung aus Märchen­lesung und Theaterspiel ist, benötigen die beiden Künstler kein Bühnenbild oder andere Utensilien. Beiden reicht ein Stehpult mit Leselampe. Ansonsten benötigen sie nur ihr Konzept, aus dem sie wechselweise Märchen erzählen.

Beide verstehen es, durch Einsatz ihrer Stimme sowie Mimik und Gestik eine humorvolle Spannung zu erzeugen. Diesmal widmeten sie sich dem Alter unter dem Motto: „Schöner älter werden mit den Brüdern Grimm.“ Bei ihren ersten Auftritten hatte es „Von den Grimmschen dummen und klugen Leut“ beziehungsweise „Grimmsche Liebe und Erotik“ geheißen.

Sie verstanden es erneut, das Publikum mit humorvollen Sprüchen oder Zwischenbemerkungen zum Lachen zu bringen. Den Kontakt zu den Besuchern hatten die beiden Vollblutschauspieler schnell hergestellt - und hielten ihn durch intensiven Blickkontakt oder die Ansprache einzelner Personen.

Die Grimm-Brüder, die sich als Erfinder von Wikipedia bezeichneten, da sie ein Wörterbuch auf 600000 Zetteln erstellten, lasen einige „ihrer“ Märchen vor - besser gesagt: Sie spielten ihre Märchen. So beispielsweise „Der gescheite Hans“, „Das junggeglühte Männlein“, „Der alte Sultan“ oder „Das Burli im Himmel“.

Höhepunkt war, als Wilhelm Grimm sich den Bremer Stadtmusikanten widmete. Dabei hatte er ein von Kindern bebildertes großes Buch, das er als Grundlage nutzte. Für ihn und „seinen Bruder“ gab es immer wieder Zwischenbeifall und am Ende einen Riesenapplaus für den gelungenen Abend.

von Klaus Böttcher

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