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Stausebacher Kreisel wird ab Juli gebaut

Fünf Straßembau-Projekte rund um Kirchhain Stausebacher Kreisel wird ab Juli gebaut

Der Ostkreis ist das Zentrum des Straßenbauprogramms für den Landkreis Marburg-Biedenkopf in diesem Jahr (die OP berichtete). Der Schwerpunkt der Ostkreis-Projekte liegt wiederum in Kirchhain.

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Trotz doppelter Warnlichter und Stoppschilder kommt es an der Stausebacher Kreuzung immer wieder zu Unfällen. Der Bau eines Kreisverkehrsplatzes soll die Kreuzung noch in diesem Jahr entschärfen. Fotos (4): Matthias Mayer

Kirchhain. Insgesamt werden 1,355 Millionen Euro von Land und Landkreis in den Erhalt und den Ausbau von Landes- und Kreisstraßen in der großen Gemarkung Kirchhain investiert, die in fünf Projekte fließen. Die Hauptlast trägt der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit einem Investitionsvolumen von 805000 Euro. Die OP dokumentiert die Bauvorhaben.

n Kreisverkehrsplatz Stausebach: Trotz der Verkehrsinseln, Stoppschilder und Warnleuchten hat es auf der vielbefahrenen Stausebacher Kreuzung immer wieder zum Teil schwere Unfälle gegeben. Ein Grund: Die inzwischen zur Landesstraße abgestufte alte B 62 führt von Anzefahr aus über 2,5 Kilometer kerzengerade auf die Kreuzung zu, was zum Rasen verführt. Die Kreuzung hat heute den amtlichen Status eines „Unfallhäufungspunkts“, der in diesem Jahr durch den Bau eines Kreisverkehrsplatzes entschärft wird. Damit geht ein langgehegter Wunsch der Stausebacher Bürger in Erfüllung, der mit dem Ausbau der ehemaligen Kreis-Kompostierungsanlage zum Biomassezentrum Stausebach erneut auf die Tagesordnung gesetzt worden war.Hessen Mobil will mit den Bauarbeiten im Juli beginnen. Bis dahin möchte die Stadt Kirchhain ihre Ausbau-Arbeiten am südlichen Stadteingang abgeschlossen haben, damit es nicht auf zwei großen Zufahrtsstraßen gleichzeitig zu Verkehrsbehinderungen kommt. Der Bau des Kreisels kommt ohne Vollsperrung der wichtigen Kreuzung aus. Die Kreuzung wird halbseitig gesperrt. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr. Die Baukosten in Höhe von 550000 Euro trägt das Land Hessen. Im Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. n Deckenerneuerung Kreisstraße 12 bei Emsdorf. Das Teilstück der Kreisstraße 12 zwischen der Kreuzung mit der Kreisstraße 15 Langenstein - Erksdorf und Emsdorf wird von September bis November voll gesperrt. In dieser Zeit wird der Verkehr zwischen Stadtallendorf und Emsdorf über Erksdorf und Hatzbach umgeleitet. Die schadhafte Fahrbahn soll auf einer Länge von 1000 Metern im Interesse einer höheren Verkehrssicherheit ausgebessert werden. Die Straße hatte 2013 unter dem Schwerlastverkehr für den Emsdorfer Windpark erheblich gelitten. Schon damals mussten weggebrochene Straßenränder geflickt werden. Die Kosten in Höhe von 180000 Euro trägt der Landkreis. Weiter Umwegnach Schönbach n Deckenerneuerung Ortsdurchfahrt Großseelheim: Die Fahrbahndecke der Schönbacher Straße wird zwischen dem Marburger Ring und dem Ortsschild Richtung Schönbach auf einer Länge von 815 Metern durch den Landkreis erneuert. Die hinfällige Fahrbahndecke hatte in strengen Wintern spektakuläre Schlaglöcher produziert. Die Verlegung eines DSK-Belages (dünne Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise) soll eine ebene Fahrbahn gewährleisten. Gebaut wird im Juni und Juli mit einem Kostenaufwand von 140000 Euro. Während der Bauphase ist die Schönbacher Straße voll gesperrt. Dazu gibt es zwei großräumige Umleitungen: Von Großseelheim über Bauerbach und Ginseldorf auf die B 62 Richtung Kirchhain bis zur Ausfahrt Niederwald. Durch Niederwald geht es auf der Kreisstraße 32 Richtung Anzefahr. Vor der dann gesperrten Eisenbahnbrücke geht es links ab über die Kreisstraße 31 nach Schönsbach. Die Alternativ-Route nach Schönbach führt von Großseelheim aus über den Marburger über den Marburger Ring (Kreisstraße 31) auf die Landesstraße 3088 (Marburg - Kirchhain) auf die B 62, die ebenfalls an der Ausfahrt Niederwald verlassen werden muss. n Deckenerneuerung Kreisstraße 31 Großseelheim - Schönbach: Auch der außerörtliche Teil der Schönbacher Straße zwischen Großseelheim und dem Ortseingang Schönbach befindet sich in einem schlechten Zustand. Die Fahrbahndecke wird durch den Landkreis mit einem Kostenaufwand von 245000 Euro auf einer Länge von 1023 Metern erneuert. Zudem werden die bislang unbefestigten Randstreifen durch die Verlegung von Rasengittersteinen gesichert. Nach Abschluss der Bauarbeiten in Großseelheim beginnen die Arbeiten an der Straße im Juli. Die Fertigstellung ist für August vorgesehen. Auch dieser Arbeiten müssen unter Vollsperrung erfolgen. Die Umleitungen bleiben bestehen. n Erneuerung der Anzefahrer Eisenbahn-Brücke: Die Brücke über die Main-Weser-Bahn muss zur Sicherung ihrer Tragfähigkeit und Standsicherheit grundhaft instandgesetzt werden. Das betrifft den Überbau, die Stützen, die Geländer und die Kappen der Brücken. Kappen werden die betonierten Randstreifen einer Brücke genannt, auf denen die Geländer oder Leitplanken montiert werden und die zum Teil auch als Gehweg genutzt werden. Fernradweg R 2bleibt offen Die 41 Meter lange Brücke, die Anzefahr mit Schönbach und Niederwald verbindet, muss während der Bauarbeiten zwischen April und Oktober voll gesperrt werden.Umleitung erfolgt auf der Kreisstraße 32 über Niederwald zur B 62 und umgekehrt. Dagegen wird der unter der Bahnbrücke durchführende Fernradweg R 2 nicht gesperrt. Das teilte Willi Kunze, Bevollmächtigter von Hessen Mobil, auf OP-Anfrage mit. Das Lichtraumprofil unter der Brücke müsse laut Ausschreibung offen bleiben - nicht nur für Radler und Fußgänger, sondern auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge, erklärte Kunze.

von Matthias Mayer

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