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Staunende Kinder bewundern kleine Tiere

Kleintiermarkt Staunende Kinder bewundern kleine Tiere

Zum 18. Kleintiermarkt kamen am Samstag mehr Besucher in die Markthalle als in den Jahren zuvor, um die ausgestellten Tiere anzuschauen und sich zu informieren.

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Der kleine Yannik kaufte von Julius beim Kleintiermarkt ein
Kaninchen. Foto: Klaus Böttcher

Kirchhain. Bewunderung für ihre Tiere ist der beste Lohn für die Kleintierzüchter, die ihr Hobby der Bevölkerung gerne näherbringen wollen. Aber die Tiere werden beim Kirchhainer Kleintiermarkt nicht nur ausgestellt. Es wird auch unter den Züchtern getauscht, manche Tiere werden auch verkauft. So hielt der zehnjährige Yannick aus Michelbach stolz ein Kaninchen im Arm, dass er gerade erworben hatte. „Ich hatte schon ein Kaninchen, aber das ist gestorben, aber eins habe ich noch“, erzählt er. Einen Namen hat er noch nicht für sein neues Haustier. Den müsse er sich erst überlegen.

Neben ihm steht Julius, der ebenfalls zehn Jahre alt ist und auch aus Michelbach kommt. „Ich verkaufe Kaninchen, ich habe 20 Tiere. Es waren aber schon mehr“, berichtet er und antwortet auf die Frage, ob ihm sein Vater helfe: „Ich mache alles alleine, mein Papa hilft nur manchmal.“

Ein paar Schritte weiter hatte der Rassegeflügelzüchter Karl Grimm gerade ein Huhn aus dem Käfig geholt und zeigt es dem vierjährigen Louis, der es auch streicheln darf. Er mag Hühner und Kaninchen, möchte aber selbst keins haben. Sie hätten zu Hause Hund und Katze, erzählt der tierliebe kleine Bursche.

„Warum bringt man Kinder hierher, wenn man keine Tiere haben will?“, fragt sich Züchter Grimm grundsätzlich. Er meint damit nicht den kleinen Louis. Grimm hat es während der Märkte schon oft erlebt, dass das Interesse an einem Haustier bei Kindern geweckt wurde, aber sie kein Tier bekommen durften.

Erwachsene Besucher gingen von Käfig zu Käfig und betrachteten die Tiere. Viele blieben stehen und kamen mit den Züchtern ins Gespräch, die gerne und bereitwillig über ihr Hobby Auskunft gaben.

Einige Züchter waren untereinander oftmals in Gespräche vertieft, denn der Erfahrungsaustausch war für sie interessant und wichtig. Zumal beim Kleintiermakt nicht nur heimische Züchter vertreten waren. Einige Teilnehmer kamen aus ganz Mittelhessen und sogar aus dem Sauerland.

Veranstalter dieser Kleintierpräsentation ist die Arbeitsge­meinschaft Kirchhainer Kleintierzüchter (kurz Arge genannt). Es ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Mitgliedern verschiedener Vereine, die sich mit der Kleintierzucht beschäftigen. Sie unterstützen sich wegen der gleichartigen Interessen gegenseitig und führen gemeinsame Veranstaltungen durch. Wenn der Kleintiermarkt auch schon mal zu sterben drohte, so ist es der Arge gelungen, ihn wieder neu zu beleben.

von Klaus Böttcher

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