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Statt Welt dreht sich ein Tisch

Schultheater Statt Welt dreht sich ein Tisch

Mehr als 120 Kinder verfolgten gebannt das Stück „Robbi, Tobbi und das FlieWaTüüt“, das das „Theater Con Cuore“ in der Kratz‘schen Scheune aufführte.

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Stefan P. Maatz und Virginia Maatz hauchten Robbi, Tobbi und den anderen Figuren Leben ein,Foto: Henriette Friedrich

Rauschenberg. „Liebe Mama, lieber Papa, macht euch keine Sorgen.Ich bin mit Robbi und meinem FlieWaTüüt unterwegs.“ Mit den Worten begann das Puppentheater in der Kratz‘schen Scheune, in der allerdings gar keine Eltern anwesend waren. Dafür verfolgten rund 120 Grundschüler aus Rauschenberg und Bracht zusammen mit ihren Lehrern das Stück.

Die ersten fünf Minuten spielten Stefan P. Maatz und seine Ehefrau und Partnerin, Virginia Maatz, die Eltern des Drittklässlers Tobias Findteisen - kurz Tobbi. Danach waren sie nur noch die „tragenden Hände“, die ihren Puppen Leben einhauchten - neben Tobbi auch noch Robbi und vielen anderen Figuren. Entsprechend veränderten sie ständig ihre Stimme und wechselten passend zur Szene auch Kleidung und Accessoires: So trugen sie beim Starten des FlieWaTüüts eine Pilotenmütze und am kalten Nordpol, dem ersten Reiseort, eine Wintermütze.

Die Kulisse blieb gleich, um Ortswechsel darzustellen, drehten die Schauspieler einen Tisch und versahen ihn mit Details - was die Kinder auch sehr „cool“ fanden. Besonderen Eindruck machte das äußerst flauschige Ungeheuer Nessi, das es nach einer Messung von Robbi und Tobbi auf ganze 65,13 Meter Länge brachte.

Nach 50 Minuten hatte Robbi all seine Prüfungsaufgaben bestanden - und die Kinder kamen aus dem Applaudieren nicht mehr heraus. „Die Kinder waren hin und weg“, sagte Rauschenbergs Schulleiterin Nicoletta Pfrommer. Sie freute sich, dass ihre Grundschule die Kratz‘sche Scheune mitbenutzen darf: „Das bringt uns ja auch mit der Gemeinde noch enger zusammen.“

16 Mal war das „Theater Con Cuore“ schon an der Grundschule in Rauschenberg - und das, obwohl es eigentlich gar nicht so oft Schulen besuche, wie Stefan Maatz betont. Hauptsächlich spielt das Paar auf Theaterfestivals in der ganzen Bundesrepublik. Er freue sich aber immer über den Wiedererkennungswert, wenn er auf dem Schulhof einfährt: „Wenn man hier her kommt, sieht man schon die gewohnten Gesichter.“ Die ersten Male seien sie in Klassenzimmern aufgetreten, in denen sie nicht besonders viel Platz hatten, danach wurden die Aufführungen ins Musikzimmer verlegt. Umso mehr war er von dem großen Bürgerhaus überrascht. Er sei sich sicher, dass es für die Kinder auch ein ganz anderes Gefühl sei, für die Aufführung die Schule zu verlassen und „ins Theater zu gehen“.

von Henriette Friedrich

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