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Stadtmitte bleibt trotz Baustellen offen

Stadtallendorf Stadtmitte bleibt trotz Baustellen offen

Voraussichtlich in einer Woche kommt im Herzen Stadtallendorfs, in der Stadtmitte, eine weitere Baustelle hinzu. Dann beginnt der Straßenneubau für die Anbindung des künftigen Edeka-Marktes.

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Diese Grafik zeigt die Verkehrsführung in Stadtallendorfs Stadtmitte ab dem 20. April. Unten finden Sie einen Link zum Download der Karte in PDF-Form.

Quelle: Grafik: Sven Geske

Stadtallendorf. Die Abrissbagger haben ihr Werk auf dem Gelände des früheren Baumarktes am Rande der Parkplatzanlage „Straße des 17. Juni“ weitgehend erledigt. Somit steht dem nächsten Schritt in Richtung neuer Edeka-Markt nichts mehr im Wege. Ab 20. April ist der Straßenbau an der Reihe. Dann wird die „Straße des 17. Junis“ verlegt. Wer in nicht allzu ferner Zukunft über den „Pusteblumen“-Kreisel (Herrenwaldstraße) am Feuerwehrstützpunkt vorbeifährt, wird dann durch einen Minikreisel gelangen. Von dort führt ein Ast in Richtung Teichwiesenstraße, ein weiterer Abzweig direkt auf die Parkplätze und ein dritter weiter auf die Straße des 17. Juni in ihrem künftigen Verlauf. Der Minikreisel ist überfahrbar, ähnlich wie der „Mini“ am Lohpfad.

Hauptakt der nächsten Bauphase ist aber die eigentliche Straßenverlegung. Die „Straße des 17. Juni“ rückt deutlich näher an die Main-Weser-Bahn heran, verläuft dann parallel dazu. Das verschafft Platz für die weiteren Pläne. Straßen- und Minikreiselbau finanziert das Handelsunternehmen Edeka. Die Stadt beteiligt sich nur an zwei Stellen: Zum einen wird ein Teil der Fahrbahndecke in Nähe der Feuerwehr von der Stadt bezahlt. Zum zweiten wird die Stadt auf ihre Kosten den Straßenabschnitt in Höhe der Bahnunterführung übernehmen. Diesen Fahrbahnteil hatte die Stadt bei der Umgestaltung des Unterführungs-Umfeldes wegen der jetzigen Arbeiten zunächst ausgelassen.

Enge Abstimmung von Nöten

Alle Arbeiten laufen in enger Abstimmung zwischen Edeka und Stadtverwaltung. Beide Seiten lobten gegenüber der OP das gute Zusammenspiel.

Dies ist auch nötig. Denn schließlich wird es für einige Zeit zwei große Baustellen im Herzen der Innenstadt geben: die Sanierung des Hallenbades wie auch den Edeka-Neubau. „Natürlich werden sich Behinderungen nie ganz vermeiden lassen“, sagt Klaus Hütten, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Damit meint er vor allem Baufahrzeuge, die sich den vorhandenen Platz je nachdem teilen müssen. Eines ist während aller Arbeiten durchweg gewährleistet: Die Stadtmitte bleibt erreichbar. Während des Baus des Minikreisels wird es eine provisorische Umleitungsstraße in beide Fahrtrichtungen geben. Sie führt über das Gelände der Feuerwehr (siehe OP-Grafik).

Etwa zwölf Wochen, so schätzen Erster Stadtrat Otmar Bonacker und Klaus Hütten, werden die reinen Fahrbahnarbeiten dauern. Die „Straße des 17. Juni“ wird auf einer Länge von rund 320 Metern verlegt. Gleichzeitig werden gerade im Bereich des neuen Minikreisels auch Wasserleitungen und Kanalrohre erneuert. „Dort müssen wir auch gleich zu Beginn Versorgungsleitungen umlegen“, sagt Hütten.

Markt-Gebäude entsteht ab August

Die spannende Frage bleibt, wann der Edeka-Markt, der direkt an das bestehende Klein- Kaufhaus-Gebäude grenzen wird, eröffnet? Gregor Muth, Prokurist für Standortentwicklung bei Edeka in Melsungen, bestätigt, dass der Gebäudeneubau wohl im August starten dürfte. „Danach rechnen wir mit einer Bauzeit von sechs bis acht Monaten“, erklärt er auf Nachfrage der OP. Der Abriss des alten Baumarktes sei problemlos gelaufen, bisher liege man exakt im Zeitplan. Zwar wird Edeka nun doch nicht zum Weihnachtsgeschäft 2015 eröffnen. „Aber wir wollen bis dahin zumindest ein geschlossenes Gebäude dort stehen haben“, sagt Muth. Bleibt noch der Ausbau der Teichwiesenstraße, die in der Zukunft in beide Richtungen befahrbar sein wird. Derzeit ist sie in Höhe der Hallenbad-Baustelle gesperrt. Sie werde auch erst im nächsten Jahr angegangen, sagt Klaus Hütten. Der genaue Zeitpunkt dürfte dann davon abhängen, wann das Bad einmal fertig saniert sein wird.

Edeka investiert in Stadtallendorf einen Betrag von rund zehn Millionen Euro, die Stadt bringt ihrerseits mehr als neun Millionen Euro bei der Hallenbadsanierung auf. Innerhalb kurzer Zeit fließen fast 20 Millionen Euro in die Innenstadt - auch, um ihr einen weiteren Entwicklungsimpuls zu geben.

von Michael Rinde

Hier können Sie die Karte als PDF herunterladen:

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