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Stadtmauer bleibt das Sorgenkind

Förderverein Kirchhainer Kulturdenkmäler Stadtmauer bleibt das Sorgenkind

Bei der Jahreshaupt­versammlung des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler wurden zwei Dinge deutlich: Es wurde schon viel erreicht, aber es bleibt auch noch sehr viel zu tun.

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Klaus Weber legt den Finger in die (Mauer-)Wunde: Die Kirchhainer Stadtmauer bleibt wegen ihrer Bauweise dauerhaft ein Sanierungsfall. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Ein Schwerpunkt bleibt die Sanierung der Stadtmauer. Das ging aus dem Jahresbericht des Vereinsvorsitzenden Klaus Weber hervor, der ­eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet hatte. Er sprach über die Aktivitäten, Gespräche und Verhandlungen des vergangenen Geschäftsjahres. In erster Linie ging es um die Sanierung der Stadtmauer im Annapark und an der Großen Mühle.

Es ging auch um die Weiterbeschäftigung eines städtischen Bauhof-Mitarbeiters für die Sanierungsarbeiten. Der Verein zeigte sich enttäuscht, dass der Saisonvertrag des Spezialisten nicht über den 30. September des vergangenen Jahres hinaus verlängert wurde, obwohl die Finanzierung der Stelle für weitere zwei Monate durch den Förderverein gesichert war. Positiv nahmen die Vereinsmitglieder den Magistratsbeschluss auf, den Mitarbeiter ab diesem Jahr bis einschließlich 2020 als Saisonkraft jeweils in der Zeit vom 1. April bis 30. September zu beschäftigen.

Eine gelungene Aktion war die Umsetzung des Bürgermeistersteins am 23. Juni. Dieser fand am neugestalteten Stadteingang am Amöneburger Tor einen angemessen Platz. In Abstimmung mit dem Heimat- und ­Geschichtsverein sowie der Stadt denkt der Verein an die Aufstellung einer Infotafel für den Bürgermeisterstein.

Das Baudenkmal Große Mühle beschäftigte auch im vergangenen Jahr den Verein. Im Oktober gab es auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins, der Bürgergarde und des Fördervereins, ein Gespräch mit Vertretern der Fachbehörden. Dabei wurde deutlich, dass zunächst ein Nutzungskonzept erarbeitet werden muss, um Förderanträge stellen zu können. Klaus ­Weber kann sich auch gut vorstellen, dass mittelfristig die Räume als künftige Bleibe für den Heimat- und Geschichtsverein und für die Ausstellung der von der Bürgergarde zusammengetragenen Exponate genutzt werden könnten.

Als Vorhaben für das laufende Jahr nannte Klaus Weber die Fortführung der Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer entlang der Großen Mühle in Richtung Amöneburger Tor. Darüber hinaus solle versucht werden, die Standsicherheit der Stadtmauer im Bereich des Mauerweges entlang der Großen Mühle nachhaltig zu verbessern, sagte Weber. Dort habe sich die Mauer in Richtung Mühlenwohra geneigt. Die kleine Brücke über die Mühlenwohra solle ebenfalls saniert werden.

Als weitere Vorhaben nannte Weber unter anderen die Ausbesserung und Sanierung der Groth-Mauer, die Sanierung der eingestürzten Stadtmauer auf dem Grundstück Prediger sowie die eventuelle Erstellung eines neuen Flyers und die Instandsetzung der Gedenktafeln im Annapark. Ein Ziel des Fördervereins bleibt es, die fachlich versierte Sanierungsarbeit des städtischen Mitarbeiters längerfristig zu sichern, wobei sich der Verein im Rahmen seiner Möglichkeiten an den Kosten beteiligt. Zudem gab es ein einstimmiges Votum zu dem Beschluss der letztjährigen Hauptversammlung, wonach der Verein sich an den Kosten zur Erhaltung der Stadtmauer in den nächsten zehn Jahren mit jährlich 3000 Euro beteiligt.

von Klaus Böttcher

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