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Stadtkirche bekommt einen rötlichen Putz

Rauschenberg Stadtkirche bekommt einen rötlichen Putz

Die Sanierung der Rauschenberger Stadtkirche soll in diesem Jahr beginnen. Ein genauer Termin wurde während der Gemeindeversammlung in der Stadtkirche nicht genannt.

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14 Besucher folgten bei der Gemeindeversammlung den Ausführungen von Pfarrerin Kathrin Wittich und Architekt Jörg Weber in der Stadtkirche. Foto: Kathrin Wittich

Rauschenberg. Gemeinsam mit Pfarrerin Kathrin Wittich erläuterte Architekt Jörg Weber, für welche Sanierungsvariante sich der Kirchenvorstand in Zusammenarbeit mit der landeskirchlichen Bauberatung, dem Landesamt für Denkmalpflege und nach Vorlage eines Putzgutachtens und der Anfertigung von verschiedenen Putzmustern durch einen Restaurateur entschieden hat.

Die Spezialisten mit Landeskonservator Dr. Bernhard Buchstab und dem Bauberater der Landeskirche Axel Wes-tendorf an der Spitze hatten im Vorfeld eine Empfehlung ausgesprochen. Dieser Empfehlung schloss sich der Kirchenvorstand an. So soll zur Sanierung ein natürlicher historisch belegter Putz verwendet werden, der durch Zuschlagstoffe (Sand) eine rötliche Farbe erhalten und dem historischen Aussehen der Kirche möglichst nahekommen soll. Dadurch werde das Gesamtbild der Kirche zwar verändert, aber die Langlebigkeit gewährleistet, erläuterte Weber. Um zu zeigen wie die Farbgebung und die Putzgestaltung aussehen werden, hatte er ein Anschauungsobjekt mitgebracht, das in der Kirche verbleiben wird und von Besuchern in Augenschein genommen werden kann.

Aus Kostengründen werde es verschiedene Bauabschnitte geben, verdeutlichte Weber. Sandsteinpfeiler und Fenstereinfassungen sollen vom Anstrich befreit werden und zukünftig als natürlicher Sandstein wirken.

Laut Weber sollen die Arbeiten am nördlichen Seitenschiff beginnen. Die alten Chorpfeiler seien stark durchnässt und verwittert. Im Zuge dieser Bausanierung sei eine zweite Baustelle abzuarbeiten: Risse über den Fenstern im Chor und an der Südseite, die auch repariert werden müssen. Die Risse seien lange Zeit durch ein Statik-Büro beobachtet worden. „Die Risse haben sich im Laufe der Zeit nicht verändert und können jetzt saniert werden“, betonte Weber. Wann mit den Arbeiten begonnen werde, müsse noch zwischen Landeskirche, dem Kirchenkreis und dem Förderverein abgestimmt werden, sagte der Architekt.

Laut einer Kostenschätzung, die allerdings bereits aus dem Jahr 2006 stammt, soll die Fassaden-Sanierung einschließlich Beseitigung der Risse 370 000 Euro kosten.

Laut Webers Bericht zeigten sich 2005 erste Risse an dem Gotteshaus. Gleichzeitig wurden Probleme am Dach festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde erstmals über die Außensanierung der Kirche diskutiert. Die Kirche beauftragte ein Putzgutachten und eine Schadenskartierung. Eine Kostenanalyse wurde an die Landeskirche weitergegeben.

Nach verschiedenen Ortsterminen folgten 2014 weitere Gespräche und die gutachterliche Feststellung, dass die Rissbildung zur Ruhe gekommen ist und die Sanierung beginnen kann. Es wurden verschiedene Putzmuster angelegt, die Diskussion über die Farbgestaltung begann.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, erklärte Pfarrerin Kathrin Wittich. Man habe beschlossen, dass die Sandsteine an den Stützpfeilern und Fenstern freigelegt werden, die weiteren Flächen mit dem historisch belegten Putz versehen und nicht gestrichen werden“, so Wittich. In den 60er Jahren seien die Sandsteinpfeiler während der letzten Sanierung gestrichen worden. Das nehme man nun wieder zurück.

Fragen der 14 Besucher nach der Anzahl der vorgesehenen Bauabschnitte konnte Weber nicht beantworten. Das werde von den Geldgebern entschieden. Für den ersten Bauabschnitt habe der Kirchenkreis 54 000 Euro bewilligt, mit dem Förderverein sei man im Gespräch.

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