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Stadtgeschichte aus dem Lautsprecher

Audiosystem für das Museum Stadtgeschichte aus dem Lautsprecher

Dank neuem Audiosystem bekommen Besucher des Amöneburger Museums auch ohne eine Führung zusätzliche Informationen über das, was sie sehen.

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Ursula Stelzer drückte als erste Besucherin den Knopf an einem Lautsprecher, um zusätzliche Informationen zu bekommen. Foto: Alfons Wieber

Amöneburg. Mit einem Knopfdruck nahm Ursula Stelzer von der Wandergruppe aus Dieringhausen bei Gummersbach das vom Heimat- und Verkehrsverein finanzierte und installierte neue Audiosystem des Amöneburger Museums offiziell in Betrieb.

Stelzer und ihre Wanderkameradinnen hatten anlässlich des Wandertags in Amöneburg das im „Alten Brauhaus“ hinter dem Rathaus eingerichtete Museum zufällig aufgesucht und kamen so in den Genuss der ersten audiogestützten Führung.

Über jeder der über mehrere Stockwerke verteilten 15 Ausstellungsvitrinen hängt mittlerweile ein kleines Kästchen mit einem Lautsprecher, über welches die Besucher ausführliche Audio-Hintergrundinformationen zu den ausgestellten Exponaten abrufen können. Die gesprochenen Texte stammen von dem Amöneburger Historiker Dr. Alfred Schneider, dem Leiter des Museums. Achim Bendel, Redakteur und Moderator des Radiosenders HR 4 hatte die Texte aufgenommen und passend geschnitten.

Die Technik hatte der gebürtige Berger Norbert Rausch ausgesucht. Auch die jeweils dazu gehörenden Befestigungssockel wurden von ihm angefertigt und lackiert. Von Frank Berger aus Amöneburg wurden die Texte mit passender Musik unterlegt und in seinem Tonstudio auf die Audiogeräte aufgespielt.

Auf ein System mit Kopfhörern hatte der Heimat- und Verkehrsverein ganz bewusst verzichtet. „Dann hätten wir mit Sicherheit ganz schnell ein Hygieneproblem gehabt“, stellte Vorstandsmitglied Günter Graff fest.

Mit dem neuen Audiosystem erhoffen sich sowohl die Museumsleitung als auch die Verantwortlichen des Heimat- und Verkehrsverein eine steigende Besucherresonanz für das Museum. „Damit können alle Interessierten mit noch mehr und besseren Informationen durch das Museum geführt werden“, sagte Schneider.

Er stellte bei dieser Gelegenheit auch seinen neuen Museums Sonderdruck „Hirten- und Schäferfamilien in den Orten der ehemals mainzischen Ämter Amöneburg und Neustadt bis um die Mitte des 19. Jahrhunderts“ offiziell vor.

Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg würdigte den Einsatz von Schneider und Graff für ihre Initiative. „Viele Besucher holen sich auch außerhalb der Museumsöffnungszeiten im Rathaus den Schlüssel. Durch den Einsatz der neuen Medien kann damit der Museumsbesuch auch ohne einen persönlichen sachkundigen Führer noch interessanter gestaltet werden“, freute sich der Bürgermeister. Regelmäßig ist das Museum ab dem 15. April an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Öffnungszeiten sind nach Absprache mit der Museumsleitung oder mit der Stadtverwaltung möglich. In der Winterpause vom 15. November bis 15. April ist das Museum für den allgemeinen Besuchsverkehr geschlossen.

von Alfons Wieber

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