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Stadtallendorfs ältester Verein feiert

125 Jahre Schützenverein Horrido Stadtallendorfs ältester Verein feiert

Der Schützenverein Horrido, der älteste Stadtallendorfer Verein, wird in diesem Monat 125 Jahre alt. Das wollen die Mitglieder am Samstag mit ihren Gästen gebührend feiern.

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Arno Köster, Karl Drumak, Feldwebel Karl-Heinz Seyer, Werner Drumak und andere Helfer versenkten am 17. Juni 1963 während der Grundsteinlegung für das erste Schützenhaus gemeinsam eine Flasche und eine Urkunde.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Es war das Jahr 1890, als der „Schützenverein Constantia“ entstand. Für die ersten sportlichen Aktivitäten nutzen die Mitglieder ein Gelände am Teich in der Nähe des Lohpfades als offenen Schießstand. An dieser Stelle stand später bis zur Umgestaltung das Mahnmal für die Opfer von Krieg und Vertreibung. Geschossen wurde damals mit Luftdruck- und Kleinkalibergewehren, aber auch schon mit großkalibrigen Gewehren, den sogenannten Aydt-Büchsen.

Zwei dieser historischen Scheibenbüchsen befinden sich heute noch schussfähig in Vereinsbesitz und können im Schützenhaus besichtigt werden. Die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit hatten sie auf dem Kirchenschiff der katholischen Kirche St. Katharina gut überstanden. Ein schieß- und waffenbegeisterter Allendorfer hatte sie dort gesichert und vor dem Zugriff der Besatzungsmacht bewahrt.

In der unmittelbaren Nachkriegszeit beschränkten sich die Aktivitäten der Schützen, die ihren Verein im Jahr 1961 in „Schützenverein Horrido“ umbenannten, auf das Luftgewehr- und Luftpistolenschießen in einem Kellerraum der damaligen Gaststätte Ebeling. Erst nachdem am 4. Juli 1964 ein neuer Schießstand in einem Hohlweg am heutigen Standort eingeweiht worden war, konnten die Schützen wieder einen geregelten Schießbetrieb aufnehmen.

Schützenhaus war früher Schwimmbadgebäude und Umkleidemöglichkeit

Das hölzerne Schützenhaus hatte davor eine ganz andere Nutzung gehabt: Es diente in der Nachkriegszeit im ersten Allendorfer Freibad als Schwimmbadgebäude und Umkleidemöglichkeit.

Als dieses Gebäude am 29. Oktober 1974 einem Brand zum Opfer fiel, entschlossen sich die Verantwortlichen zum Bau eines neuen, zukunftsweisenden Schießstandes an gleicher Stelle. Nach einer langen Planungsphase legten sie im August 1980 den Grundstein. Bereits 1982 nahmen sie den Schießbetrieb mit Luftdruckwaffen in der neuen Anlage auf.

Nach mehreren Ausbaustufen befinden sich nun auf einer Gesamtfläche von rund 1300 Quadratmetern 12 Stände für Luftgewehr und Luftpistole, 8 Klein- und 2 Großkalibergewehrstände sowie 5 Stände für Klein- und Großkaliberpistole. Für die Ausrichtung von Feierlichkeiten stehen eine Küche und Räume für bis zu 140 Personen zur Verfügung. Ein Freisitz mit Grillplatz für 60 Personen rundet das Angebot ab.

Der Verein, der seit 1993 unter dem Vorsitz von Manfred Huhn steht, hat momentan 120 Mitglieder, davon sind rund 50 aktive Schützen. Der Verein unterhält Patenschaften zum „Rifle and Pistol Club“ in St. Ives/England und zur Schmalkaldener Schützengesellschaft in Thüringen.

Proklamation der Schützenkönigin steht an

Die Feierlichkeiten anlässlich des 125-jährigen Bestehens beginnen am Samstag um 15 Uhr am Schützenhaus in der Verlängerung der Lindenstraße: Es gibt Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Daran schließen sich die Königinnenproklamation - in Christa Schick trägt in diesem Jahr wieder einmal eine Frau die begehrten Insignien - und diverse Ehrungen an.

Danach können Neugierige das Schützenhaus mit seinen sportlichen, aber auch gastronomischen Möglichkeiten kennenlernen. Ein Dämmerschoppen, bei dem für das leibliche Wohl gesorgt ist, rundet das Festprogramm ab.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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