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Stadtallendorfer rettet Kinder vor nahendem Zug

Helden Stadtallendorfer rettet Kinder vor nahendem Zug

Am 5. April vergangenen Jahres holten zwei Bundespolizisten in Marburg zwei Kinder von den Gleisen, kurz bevor sie ein 130 Stundenkilometer fahrender Zug erfasste.

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Helmut Weber bekam von Ministerpräsident Volker Bouffier die Rettungsmedaille des Landes überreicht.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Aus den Händen von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erhielt der 57-jährige Polizeihauptmeister Helmut Weber bei einem bewegenden militärischen Appell die hessische Rettungsmedaille. Er hatte sich selbst in Lebensgefahr gebracht, um einem anderen Menschen vor dem Tod zu retten.

Am späten Nachmittag des 5. April vergangenen Jahres saß Weber auf der Wache des Bundespolizeireviers in Gießen. Gegen 15.45 Uhr meldete die Notfallleitstelle der Bahn AG, dass soeben ein Zug in Marburg-Süd einen Schlag verspürt habe und vermutlich über auf den Gleisen liegende Schottersteine gefahren sei. Der Zugverkehr ging aber unverändert weiter.
Weber und sein Kollege Lars Stengel fuhren sofort zur Südspange nach Marburg-Süd und fanden unter der Autobahn/Bahnbrücke zwei Kinderfahrräder. An den Geleisen angekommen stellten sie zu Ihrem Erschrecken fest, dass mitten auf der Strecke zwei Jungen saßen, die in aller Ruhe Schottersteine auf die Schienen legten. „Die beiden 7- und 8-jährigen Jungen waren so in ihr Spiel vertieft, dass sie weder das Martinshorn der Polizei noch den Zugverkehr wahrgenommen hatten“, erzählte Weber.

Das ereignete sich, während sich bereits ein IC aus Richtung Gießen dem Ort des Geschehens näherte. Beide Beamten waren daraufhin unverzüglich zu den beiden Jungen gerannt, hatten sie gepackt und aus dem Gleisbereich herausgehoben.

Als sie auf der Seitenbankette angekommen waren, raste bereits der Zug mit rund 130 Stundenkilometern an ihnen vorbei.

von Alfons Wieber

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