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Südschule hofft auf einen Anbau

Zum Jubiläum Südschule hofft auf einen Anbau

50 Jahre Südschule – dies feierten die Stadtallendorfer mit Aufführungen, Spielständen, Livemusik, einem Ballonstart und einer Ausstellung.

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Schüler, Lehrer, Ehemalige und Vertreter von Stadt, Landkreis und Schulamt ließen 50 Luftballons steigen.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. 294 Schüler besuchten die Klassen der Südschule, als diese im September 1967 eingeweiht wurde. Ursprünglich sollte die Bildungseinrichtung Teil eines Schulzentrums werden – das jedoch nie verwirklicht wurde. Durch die damals im Aufbau befindliche Industrie und die damit verbundene Zuwanderung war die Schaffung von Schulraum dringend erforderlich. 1969 folgte die Festlegung der Schulbezirke und damit einhergehend die Zusammenlegung mit der Waldschule zur Grundschule II.

Durch die Ansiedlung vieler Zuwandererfamilien Ende der 60er-Jahre stiegen die Schülerzahlen, und viele Kinder mit Migrationshintergrund kamen neu an die Schule. Ein Pavillon und die Turnhalle wurden gebaut.

Die Schulleitung hatte Ernst Guba inne, auf den 1980 Franz Sattler folgte. Im Jahr 1970 war die Schulträgerschaft von der Stadt Stadtallendorf an den Landkreis übergegangen. 1986 erhielt die Schule eine Eingangsstufe, im Jahr 1990 folgte das Betreuungsangebot, und sieben Jahre später stand die Einweihung des Erweiterungsbaus an.

Seit 2012 Ganztagsschule

Seit 2012 ist die Schule Ganztagsschule, hat zwei Intensivklassen für Zuwanderer – und wieder fehlen Räume, wie Schulleiterin Elfriede Wollmer hervorhob, die seit 1986 die Schulleiterstelle innehat. Sie warf zur Festeröffnung einen Blick auf 50 ereignisreiche Jahre zurück und verwies auf die dazu passende Ausstellung. „Drei Aspekte begleiten uns jedoch durch die 50 Jahre“, hob sie hervor: „Unsere Schule war und ist bunt.“

Zudem habe sie ein „tolles Kollegium und tolle Mitarbeiter“, die sich den Herausforderungen stellten. „Die Umsetzung einer weiteren Baumaßnahme im Jahre 2018 könnte das Südschulzentrum perfekt machen“, unterstrich Wollmer.

Auf dem Schulgelände gab es anlässlich des 50-jährigen Bestehens ein buntes Programm, das Hunderte Eltern, Schüler, ehemalige Schüler und Mitarbeiter verfolgten. Auf dem gesamten Schulgelände waren Spielstände aufgebaut worden, und Samuel Bos & Band unterhielten die Gäste mit Livemusik. Es gab Vorführungen der Akrobatik-AG, einen Tanz und Seilspringen.

Projektchor eröffnet Fest

Eröffnet hatte das Fest der Projektchor unter der Leitung von Maria Bromm und dem Lied „Heute feiern wir“. Mit dem Lied „Ich bin anders als du“ lud der Chor alle Schüler zum Mitsingen ein.

Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow gratulierte im Namen der Landrätin. „Dass die Schulgemeinde nach 50 Jahren so lebendig und vielfältig ist, konnte nicht besser und passender mit dem letzten Lied verdeutlicht werden, denn Selbstverständlichkeit und Anderssein werden hier gelebt.“

Worauf es ankomme und was Schule so toll mache, seien nicht die Gebäude, erklärte Thilo Traub, Schulamtsdirektor vom staatlichen Schulamt Marburg-Biedenkopf. „Wir brauchen starke Kinder in unserer Welt, starke Kinder, die die richtigen Worte finden, nicht untereinander streiten, sondern lachen und sich freuen können“, so Traub.

"Darauf sind wir besonders stolz"

Starke Kinder kämen ganz weit – und dazu brauche es Lehrerinnen und Lehrer, die den Rahmen gestalten, wo das Ganze möglich werde. Der Erste Kreisbeigeordnete wisse, so Traub weiter, dass hier ein neues Gebäude geschaffen werden müsse und sei durchsetzungsfähig genug, dass dies auch bald geschehe, erklärte er in Richtung Wollmer.

„Es ist für mich wichtig, dass die Stadt mit der Südschule einen verlässlichen, guten Partner hat“, erklärte Bürgermeister Christian Somogyi. Er verwies auf das Zertifikat „Gesunde Schule“, das Schülerparlament und die Streitschlichtergruppe, die es seit einigen Jahren an der Schule gibt.

2009 erhielt die Grundschule II vom Kultusministerium zwei Zertifikate für „Bewegung“ und Ernährung“, eine Auszeichnung für die erfolgreiche Arbeit im Bereich der Gesundheitsförderung. „Hier wird pädagogisch wertvolle Arbeit geleistet“, betonte Somogyi und hob die Kooperation von Stadt, TSV, Förderverein und Schule bei dem Akrobatikprojekt „Traumfänger“ hervor: „Darauf sind wir besonders stolz.“

"Hervorragende Arbeit" in Flüchtlingsbeschulung

Bei verschiedenen Sponsoren hatte Somogyi um Spendengelder für das Projekt geworben und überreichte zwei Schecks mit einem Gesamtbetrag von 1550 Euro an den Fördervereinsvorsitzenden Gerhard Bitterwolf und Vorstandsmitglied Bernt Klapper.

Für Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub sprach Wolfgang Salzer. Er hob den Vorbildcharakter der Schule im Bereich des Betreuungsangebotes hervor und würdigte die „hervorragende Arbeit“ der Schule in der Flüchtlingsbeschulung.

von Karin Waldhüter

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