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Voller Einsatz für den guten Zweck

Spendenlauf Voller Einsatz für den guten Zweck

58 Schüler der Grundschule am Hatzbachtal trotzten dem strömenden Regen, um Menschen zu helfen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind.

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Angefeuert von Eltern, Großeltern und Geschwistern trotzten die Schüler dem Regen, gaben alles und liefen Runde um Runde, um möglichst viel Geld für den guten Zweck zu sammeln.

Quelle: Karin Waldhüter

Hatzbach. Am Tag zuvor war das Wetter noch recht angenehm gewesen - und nun, ausgerechnet am Tag des lang geplanten Sponsorenlaufes, das: grauer Himmel, Dauerregen und keine Aussicht auf Wetterbesserung. Da kann einem schon mal die gute Laune vergehen. Nicht so den Schülern und Lehrern der Hatzbachtalschule. „Wir lassen uns die gute Laune vom Wetter nicht verderben“, erklärte Schulleiterin Margarita Zimmermann vor dem Start des Sponsorenlaufes, der eingebettet in das Schulfest stattfand.

Entsprechend waren trotz des schlechten Wetters zahl­reiche Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder zum Feiern und Anfeuern da. Und während sich die Besucher unter die Regenschirme duckten oder sich einen trockenen Platz unter dem Schulhofvordach suchten, versammelten sich tapfer die Schüler und Lehrkräfte auf dem Schulhof und eröffnen mit dem Bewegungslied „Sportinator“ gutgelaunt das Fest.

Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Christian Somogyi übernommen - und gleich noch einen Geldbetrag mitgebracht. Dann gab er gemeinsam mit Margarita Zimmermann das Startsignal. Das Wetter diene dazu, dass die Kinder mehr laufen könnten als bei zu heißen Temperaturen, machte er den Läufern in seiner Ansprache Mut.

Der Erlös des Sponsorenlaufs ist für den guten Zweck bestimmt: Ein Teil kommt der Beratungs- und Betreuungsarbeit für Menschen, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt sind, zugute. Der andere Teil geht an die MS-Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf.

Betroffene informierten Schüler über Erkrankung

Im Vorfeld des Spendenlaufs hatten die Grundschüler einiges über die neurologische Erkrankung erfahren: Die MS-Betroffenen Margret Wimmel, Bernd Gökeler und Heike Emmel sowie Sylvia Buxmann, die bei der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft in Hessen die Sponsorenläufe organisiert, waren vorab mehrmals in der Grundschule gewesen. Sie hatten eine Fühlstraße, spezielle Brillen und Handschuhe dabei, mit deren Hilfe sie anschaulich den Erst- bis Viertklässlern erläuterten, was Multiple Sklerose mit dem Körper anstellt, wie es ist, damit zu leben, und mit welchen Einschränkungen sich ein Betroffener arrangieren muss.

„Normalerweise würden wir für einige Runden mit dabei sein, angesichts der Witterungsbedingungen und weil der Lauf auf Rasen stattfindet, mussten wir aber heute darauf verzichtet“, erklärte Bernd Gökeler, Gruppenleiter der Multiple Sklerose Selbsthilfegruppe Marburg-Biedenkopf. Was der Rollstuhlfahrer sehr bedauerte, denn während des Laufes käme es immer zu „guten“ Gesprächen. Bevor die Schüler auf die rund 280 Meter lange Strecke gingen, sprach Gökeler ihnen für ihren Einsatz sein Lob aus. „Gerade bei den widrigen Verhältnissen ist es ganz toll, wie die Kinder laufen, dafür ein extra großes Dankeschön“, erklärte auch Sonja Waschilowski von der MS-Beratungsstelle Kassel.

25 Minuten lang hatten die Erst- und Zweitklässler dann Zeit, um möglichst viele Runden zu drehen. Die älteren Schüler konnten 30 Minuten lang Runden drehen und damit Geld für den guten Zweck sammeln.

Erste Berechnung: Schüler erlaufen mehr als 3000 Euro

Im Vorfeld hatten sich die Schüler Sponsoren gesucht - und die meisten von ihnen mehr als drei gefunden. Eine Familie hatte sogar Familienhund „Pluto“ als Sponsor angegeben. Die pro Runde zugesicherten Beträge lagen zwischen 50 Cent und fünf Euro. Noch steht der endgültige Betrag nicht fest. Nach ersten Berechnungen geht die Schule von mehr als 3000 Euro aus, die von den Schülern für den guten Zweck erlaufen wurden. Trotz des Regens hatten die Jungen und Mädchen durchschnittlich zehn Runden geschafft.

von Karin Waldhüter

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