Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° stark bewölkt

Navigation:
Schwerer Unfall in Stadtallendorf

Bundesstraße 454 gesperrt Schwerer Unfall in Stadtallendorf

Wie genau es zu dem Unfall auf der Bundesstraße 454 an der Unterführung kam, muss ein Sachverständiger klären. Unfallzeugen gibt es bisher nicht.

Voriger Artikel
Sicherheitsgefühl ist besser als gedacht
Nächster Artikel
Am Festtag steigen die Ballons

Der Rettungshubschrauber fliegt über den Unfallort in Stadtallendorf.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Drei Schwerverletzte, einer davon in kritischem Zustand, so die traurige Bilanz der Kollision eines Kleinwagens mit zwei Motorrädern am Nachmittag kurz vor 17 Uhr. Die beiden Motorräder fuhren in Richtung Kirchhain. Wenige Meter vor der Unterführung kam es dann zu dem Zusammenstoß mit dem Kleinwagen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde eines der Motorräder frontal getroffen, das zweite zumindest touchiert.

Der Unfall führte zu einem größeren Einsatz für Rettungsdienst und Polizei, unterstützt von der Feuerwehr Stadtallendorf-Mitte. Nach Aussage der Polizei kommt einer der beiden Motorradfahrer aus Ebsdorfergrund, der zweite aus Neustadt, 1980 geboren. Zur Autofahrerin gab es am Montag noch keine näheren Informationen. Ein Rettungshubschrauber aus Fulda landete auf der Bundesstraße. Er brachte den besonders schwer verletzten Motorradfahrer nach Marburg in das Universitätsklinikum.

Derzeit befindetsich der Mann noch in kritischem Zustand. Die Polizei schaltete einen Sachverständigen ein, der jetzt klären soll, was sich auf der Bundesstraße ereignet hat. Die Bundesstraße war während der Rettungs- und Aufräumarbeiten gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Innenstadt geleitet. Die Rufbereitschaft der Feuerwehr Stadtallendorf streute ausgelaufenen Treibstoff und Öl ab und sicherte das vor dem Lärmschutzwall zum Stehen gekommene Auto. Drei Rettungswagen, mehrere Notärzte, zeitweise bis zu vier Polizeistreifen und zehn Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Auf dem Wall und auch auf der Balustrade hielten sich während der Rettungsarbeiten mehr als 50 Schaulustige, darunter auch Kinder, auf. Mehrere weigerten sich, trotz Aufforderung durch die Polizei zunächst, den Wall zu verlassen, als der Hubschrauber starten wollten. Ein Schaulustiger filmte den Transport des Schwerverletzten zum Hubschrauber. Als ein Feuerwehrmann ihn aufforderte, das sofort zu unterlassen, reagierte der Mann zunächst aggressiv.

Nachdem Polizeibeamte den Wall betraten, verzogen sich die Schaulustigen schließlich doch schnell. Die Räumung des Walls diente dabei auch ihrer eigenen Sicherheit. Beim Start des Hubschraubers hätten Steine aufgewirbelt werden können.

Die Höhe des Schadens war am Abend noch unklar. Die Polizei bittet mögliche Unfallzeugen, sich bei ihr zu melden, um das Geschehen zu rekonstruieren.

  • Hinweise bitte an die Polizei Stadtallendorf, ­Telefon 0 64 28 / 93 05 0

von Michael Rinde

 

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr