Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 3 ° Schneeregen

Navigation:
Grund zur Freude und Ode an die Freude

60 Jahre Posaunenchor Hatzbach Grund zur Freude und Ode an die Freude

Der Evangelische Posaunenchor Hatzbach feierte mit einem Festkonzert im Bürgerhaus sein 60-jähriges Bestehen. Unterstützung gab‘s von befreundeten Musikgruppen.

Voriger Artikel
Entspannen ohne Knöllchen-Furcht
Nächster Artikel
Fünf von zehn Plätzen sind reserviert

Der Posaunenchor Hatzbach eröffnete das Festkonzert mit dem Stück „Ein Freund, ein guter Freund“.

Quelle: Horst Erdel

Hatzbach. „Ein Freund, ein guter Freund“ und „Puente Pexoa“ spielten die 20 Bläser aus Hatzbach unter der Leitung von Magdalene Hainmüller zur Eröffnung des Festkonzertes. Zudem trugen die Jungbläser die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven und „Swinging Bear“ vor. Brigitte Lerch, erste Vorsitzende des Posaunenchors, führte mit viel Witz und Schlagfertigkeit durch das bunte Programm.

Musikalische Unterstützung erhielten die Hatzbacher von der Blechmusik Josbach und dem Männergesangverein 1922 Emsdorf unter der Leitung von Nina Knostmann, dem Evangelischen Posaunenchor Ernsthausen unter der Leitung von Philip Gatzke und dem Evangelischen Posaunenchor Erksdorf. Die Erksdorfer Bläser wurden von Mario Balzer dirigiert, der als Vertretung für Chorleiter Karl-Heinz Balzer eingesprungen war.

Das Programm hielt viele Klassiker bereit, wie „Warum bist du gekommen“, auch bekannt als „Bajazzo“, oder „Rosamunde“. Mit „Conquest of Paradise“, der Titelmelodie von „Star Wars“, und „Smoke on the Water“ von Deep Purple wurden aber auch Filmmusik und Rocksongs dargeboten.

Seine Glückwünsche zum langjährigen Bestehen leitete Ortsvorsteher Frank Drescher mit einem Gedicht über die verbindende Kraft der Musik ein. Er bekräftigte, dass der Posaunenchor eine wichtige Stütze der Kirchenmusik sowie ein wichtiger Bestandteil der Ortsgemeinschaft und der Vereinslandschaft sei, der zum Gelingen der verschiedensten Veranstaltungen beiträgt.

Bürgermeister Christian Somogyi freute sich über den relativ hohen Anteil an jugendlichem Nachwuchs und lobte deren professionellen Auftritt. „Wer Angebote für unsere Jugendlichen bereithält, hat die Chance, in Zukunft noch dabei zu sein“, so Somogyi.

Acht Männer gründeten Chor

StadtverordnetenvorsteherinIlona Schaub ging in ihrem Grußwort auf die Geschichte des Posaunenchors ein. Sie habe einem Artikel entnommen, dass acht junge Männer den Posaunenchor gegründet hätten, von denen auch einige noch immer mitspielten. Damals habe der Chor fast nur kirchliche Choräle gespielt. Aber später hätten die Bläser ihr Repertoire erweitert und spielten auch bei weltlichen Veranstaltungen.

Kreisbeigeordneter Klaus Weber ging auf die Veränderungen ein, die im Chor wie in der Gesellschaft während der vergangenen 60 Jahre eintraten: „In den Anfängen waren es ausschließlich Männer. Jetzt spielen Frauen eine entscheidendere Rolle.“

„60 Jahre, das ist eine stolze Hausnummer“, sagte Landtagsabgeordnete Handan Özgüven. Das seien 60 Jahre, in denen sich der Chor ehrenamtlich engagierte, die Gesellschaft mitgestaltet und bereichert habe und in denen verschiedene Generationen zusammenwirkten.

Bianca Möller-Balzer, die ehemalige Chorleiterin, freute sich, dass ihre Arbeit so engagiert fortgeführt werde. An einem einfachen Beispiel veranschaulichte sie, welche Bedeutung das Engagement und die Hilfsbereitschaft der Bläser für den Ort bedeuten. Die Bläser ziehen an Weihnachten durch den Ort und bringen dort, wo Menschen nicht mehr so gut zu Fuß sind, die Weihnachtsstimmung ins Haus. „Ich glaube, die Hatzbacher wissen, was sie an euch haben“, ist Möller-Balzer überzeugt.

Getreu dem Motto des Abschlusslieds „An Tagen wie diesen haben wir noch ewig Zeit“ lud die Vorsitzende Brigitte Lerch die etwa 200 Gäste ein, noch bis weit in die Nacht mit den Musikern zu feiern.

von Stefanie Wellner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr