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"Leben im Zeichen der Hoffnung"

Volkstrauertag "Leben im Zeichen der Hoffnung"

Rund 100 Menschen gedachten am gestrigen Volkstrauertag am Stadtallendorfer Ehrenmal den Opfern von Gewaltherrschaft, Krieg, Flucht und Vertreibung.

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Die Gedenkveranstaltung am Stadtallendorfer Ehrenmal besuchten rund 100 Menschen.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Die Menschen in Deutschland waren seit dem Zweiten Weltkrieg an Gemeinschaft, Stabilität und Sicherheit gewöhnt - inzwischen hätten sich die Zeiten jedoch geändert. Dies betonte Kirsten Fründt während der Gedenkfeier am Stadtallendorfer Ehrenmal. Die Landrätin und Vorsitzende des Kreisverbandes „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ wies natürlich auch darauf hin, dass Terror und Krieg ein Problem auf der ganzen Welt ist, bezog sich in ihren Worten aber vornehmlich auf ihr Heimatland.

In Deutschland würden Gemeinsamkeiten und Gemeinschaft in Frage gestellt und Misstrauen, Wut und Anschuldigungen prägten das Leben. Oftmals würden sich die Menschen voneinander distanzieren und von „wir und die anderen“, „wir und die da oben“ oder „wir und die dort“ gesprochen. Entsprechend warte einiges an Arbeit auf die Bürger, um wieder zu einer friedlichen, funktionierenden Gemeinschaft zusammenzuwachsen.

Vor der Landrätin hatte bereits Bürgermeister Christian Somogyi zum Frieden aufgerufen. Danach ergriff General Andreas Marlow von der Division Schnelle Kräfte das Wort. Er erinnerte an den „feigen Anschlag“ auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und an andere Terrorakte, die sich auf der Welt zutrugen. Insbesondere Extremisten und „psychisch kranke Diktatoren“ würden die Sicherheit der Menschen in aller Welt aufs Spiel setzen. Dabei sei es besonders schwer zu verstehen, wie Terroristen so rücksichts- und empathielos handeln können.

„Wir versuchen, unseren Beitrag zum Frieden zu leisten“, stellte der General heraus und ergänzte, dass auch diese Arbeit Menschenleben koste. Er erinnerte daran, dass zwei Hubschrauberpiloten aus Fritzlar im Einsatz für den Frieden ums Leben gekommen seien und resümierte, dass er auf eine positive Entwicklung hoffe und sich wünsche, dass der Rückblick am Volkstrauertag im kommenden Jahr angenehmer sein wird: „Wir leben im Zeichen der Hoffnung auf Frieden.“

Dekan Hermann Köhler betete zu Gott, die Menschen davor zu bewahren, das Leid aus Vergangenheit und Gegenwart zu vergessen, sie vor dem „Gift des Hasses“ zu schützen und ihnen zu helfen, Gewalt und Terror überall auf der Welt zu überwinden.

Die Schülerinnen Djamila Nowak und Michaela Jatsch aus der G8a trugen gemeinsam mit Cornelia Gampe, Stufenleiterin der Jahrgänge 7 und 8, Gedichte zum Volkstrauertag vor, unter anderem von Hubert Janssen und Josef Albert Stöckl. Außerdem beteiligten sich Soldaten der Division Schnelle Kräfte und der Männergesangsverein Stadtallendorf an der Gedenkveranstaltung.

von Florian Lerchbacher

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